Aufstiegsspiele 3. Liga

Der FC Welschenrohr ist zurück in der 2. Liga

Gerlafingens Torhüter Kristic wahrt seinem Team im Spitzenkampf der 3. Liga beim FC Welschenrohr die Führung.

Gerlafingens Torhüter Kristic wahrt seinem Team im Spitzenkampf der 3. Liga beim FC Welschenrohr die Führung.

Auch Riedholz ist nach dem zweiten Sieg vorzeitig aufgestiegen. Nach den entscheidenden Niederlagen in den Direktduellen gegen die Aufsteiger haben Gerlafingen und Croatia vor dem letzten Spieltag keine Chance mehr.

Nach dem 4:1-Heimsieg gegen Croatia am Freitag setzte sich der FC Welschenrohr gestern in der zweiten Runde der Aufstiegsspiele auch in Gerlafingen durch und feiert nach zwei Jahren die Rückkehr in die 2. Liga. «Weltklasse», freute sich Captain Manuel Müller nach dem 2:0-Erfolg auf dem Kirchacker. «Wir wollten den Aufstieg unbedingt frühzeitig klarmachen. Ich bin stolz auf die Mannschaft: Sechs Punkte aus zwei Spielen ist eine tolle Leistung.» Müller sprach von einer Willensleistung des gesamten Teams. Seit dem Start der Rückrunde habe man fokussiert auf das grosse Ziel hingearbeitet. Gegen Gerlafingen konnte Welschenrohr seine grossen Stärken wiederum ausspielen. «Unsere Defensive ist extrem sicher. Wir haben während der gesamten Saison sehr wenig Tore kassiert», erklärte Müller. «Und vorne können wir in jedem Spiel ein, zwei Tore schiessen.»

Die Thaler waren in der ereignisarmen ersten Halbzeit die bessere von zwei harmlosen Mannschaften. Nach einer Eckball-Triplette ging Welschenrohr in der 23. Minute in Front: Der erste Corner wurde von einem Gerlafinger am ersten Pfosten beinahe ins eigene Tor abgelenkt, der zweite von Tobias Fankhauser landete an der Torumrandung. Den dritten Versuch versenkte Michael Uebelhart schliesslich mit einem wuchtigen Kopfball im Tor. «Wir waren in der Abwehr sehr gut organisiert und liessen wenig zu», lobte Trainer Christoph Büschi sein Team. «Für beide Mannschaften ging es um sehr viel, deshalb die taktischen Fesseln», nannte Büschi den Grund, warum während der ersten 45 Minuten kaum Spielfluss aufkam. Für seine Elf – übrigens im Vergleich zum Freitagsspiel unverändert – wurde es vor dem Seitenwechsel nur einmal brenzlig: Verteidiger Stjepanovic konnte Gerlafingens linken Flügel Breu in der 36. Minute im letzten Moment am Abschluss hindern.

Erstmals richtig gefährlich wurde es für die Gäste Sekunden nach dem Wiederanpfiff. Karatas, von Cubuk lanciert, schoss mit links über den Kasten. Zwei Minuten später tauchte Karatas erneut vor dem FCW-Tor auf, scheiterte aber aus spitzem Winkel an Goalie Faganello. Das war dann aber auch schon alles, was die Heimelf in Sachen Offensive zu bieten hatte. Noch keine Stunde war verstrichen, als Welschenrohr das Spiel mit dem zweiten Tor bereits entschied: Müller bediente Remo Christ, der noch die Zeit hatte, Goalie Csako aussteigen zu lassen und ins leere Tor zu vollenden. Mit dem Zwei-Tore-Vorsprung im Rücken brachte Welschenrohr den Sieg äusserst souverän über die Zeit. «Ich habe erst beim Abpfiff definitiv an den Aufstieg geglaubt», meinte Coach Büschi indes. «Wir haben verdient gewonnen und werden sicher noch ein wenig feiern. Richtig abgehen wird es aber erst am Freitag.»

Wer holt die Meisterkrone?

Der Aufstieg des FC Welschenrohr, dem Sieger der Gruppe 2, kommt wenig überraschend. Der des FC Riedholz dagegen schon eher: Vor den Aufstiegsspielen als Aussenseiter gehandelt, startete Riedholz am Freitag mit einem 2:1-Heimsieg gegen Gerlafingen und liess diesem gestern auswärts bei Croatia ein 3:1 folgen. Und dies, obwohl Riedholz in Solothurn vor mehr als tausend Zuschauern bereits in der ersten Minute in Rückstand geriet. Damit kommt es am kommenden Freitag in Solothurn zwischen Croatia und Gerlafingen zum Entscheidungsspiel um den dritten Aufstiegsplatz. Zwischen den bereits aufgestiegenen Welschenrohr und Riedholz geht es noch um den Drittliga-Meistertitel.

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