Vor dem neunten Spieltag der 2. Liga inter lag der FC Olten mit fünf Punkten auf dem zweitletzten Platz. Kontrahent Einsiedeln besetzte mit drei Zählern Vorsprung den begehrten elften Platz. Der FC Olten musste gewinnen, um den Anschluss nicht zu verlieren.

Diese Pflicht erfüllte die Mannschaft des Trainertrios Ryszard Komornicki, Petar Aleksandrov und Mirko Pavlicevic abgeklärt, wenn auch das Resultat mit 4:0 am Ende etwas gar hoch ausfiel.

In der Startphase waren die Gäste aus Einsiedeln öfter im gegnerischen Sechzehner anzutreffen als die Oltner. Mehr als drei Eckbälle schaute für die Schwyzer dabei aber nicht heraus. Die Oltner trafen dagegen gleich mit der ersten gelungenen Aktion, streng genommen mit der zweiten. Nach einem langen Auskick von Goalie Thomas Husi wurde der enteilte Oltner Angreifer Avni Halimi von Raphael Petrig im Strafraum umgerissen. Blerim Bekteshi verwandelte den Penalty zum 1:0.

Gäste-Abwehr zu langsam

Nach einer halben Stunde düpierten die Oltner die Gäste-Abwehr wiederum mit einem langen Ball. Diesmal war FCO-Aussenläufer Burim Hasanramaj zu schnell für die Einsiedler Verteidiger, die zudem noch leicht vom im Abseits stehenden Hazir Zenuni verwirrt wurden.

Hasanramaj hatte freie Bahn und bewies nebst seiner Schnelligkeit auch noch Kaltblütigkeit. Vollspann drosch er das Leder unhaltbar in die linke Torecke zum 2:0, welches den Oltner spürbar Sicherheit gab. Für den 20-jährigen Hasanramaj, der letzte Saison noch beim Ligakonkurrenten FC Rothrist gespielt hatte, war es das erste Tor im FCO-Dress.

«Clean sheet» für Thomas Husi

Einsiedeln versuchte in der zweiten Halbzeit mehr Druck zu produzieren, aber die Oltner machten in der Rückwärtsbewegung einen sehr gefestigten Eindruck. Inklusive Torhüter Thomas Husi, der sich den «clean sheet» redlich verdiente.

Seine Vorderleute sorgten nach etwas mehr als einer Stunde für die Entscheidung in diesem Sechs-Punkte-Spiel. Avni Halimi zog solo allen Einsiedlern davon, war dann aber zu uneigennützig und sein Querpass alleine vor dem Goalie fand keinen Abnehmer.

Polnische Co-Produktion

Keine Zeigerumdrehung später landete der Ball aber wieder vor den Füssen der Nummer 10. Und diesmal machte es Halimi alleine, überlistete Goalie David Horg mit einem Heber – fünftes Saisontor.

Das 4:0 rund fünf Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit war dann eine polnische Co-Produktion: Barlomiej Gliniak lancierte seinen Landsmann Piotr Fortuna von der rechten Abwehrseite aus mit einem perfekten langen Steilzuspiel. Fortuna zog links am Goalie vorbei, legte sich den Ball noch einmal auf den rechten Fuss und schoss zum Schlussresultat ein.

Olten schliesst zu Wangen auf

Der FC Olten feierte somit den zweiten Saisonsieg, blieb ausserdem zum dritten Mal in Folge ungeschlagen und kletterte erstmals über den Strich. Direkt davor, auf dem zehnten Tabellenrang, ist der FC Wangen b. Olten klassiert.

Felipe Giacominis Team unterlag am Samstag zu Hause dem FC Aegeri mit 0:1. Der einzige Treffer der Partie fiel in der 16. Spielminute. Die Wangner warten seit dem 1. September auf einen Sieg. Der FC Dulliken verlor sein gestriges Heimspiel gegen den Aufsteiger Eagles Aarau mit 1:2 und rutschte auf den zweitletzten Platz ab.

Bereits am Freitag stehen die Niederämter das nächste Mal im Einsatz. Der FC Dulliken gastiert beim SC Schöftland (8.). Der FC Wangen b. Olten reist am Samstag zum Tabellenzweiten FC Dietikon und der FC Olten will seinen guten Lauf gleichentags auswärts bei NK Pajde (3.) fortsetzen.