Die Mannschaft des EHC Olten für die kommende Saison nimmt langsam aber sicher Formen an. Mit den Verteidigern Marc Grieder und Anthony Rouiller haben sich die Powermäuse zwei dicke Fische aus dem Transferteich geangelt. Der 31-jährige Grieder kommt von den Rapperswil-Jona Lakers und unterschrieb für zwei Jahre. Der 22-jährige Rouiller kommt vom frischgebackenen B-Meister Ajoie, wo er mit einer B-Lizenz spielte (er stand beim EHC Biel unter Vertrag), und unterschrieb ebenfalls für zwei Jahre in der Dreitannenstadt.

Marc Grieders Verpflichtung war eigentlich ein offenes Geheimnis. Der Baselbieter wohnt schon seit längerer Zeit in Olten und ist mit einer Oltnerin verheiratet. Grieder begann seine Karriere beim EHC Zunzgen-Sissach und gab vor gut 10 Jahren bereits ein erstes kurzes Gastspiel beim EHCO. Er hat, wie Rouiller, eine Bieler Vergangenheit und absolvierte fast 80 NLA-Partien für die Seeländer, bevor er 2013 zum HC Ambri-Piotta wechselte – und schliesslich den Rapperswilern nach deren Abstieg in die NLB folgte. Grieder ist kein Mann fürs Spektakel, aber mit seinen Gardemassen (185cm, 92 kg) ein Spieler, der für defensive Solidität steht.

Der junge Anthony Rouiller (links) gilt als läuferisch starker Offensivverteidiger mit einem guten Schuss.

Der junge Anthony Rouiller (links) gilt als läuferisch starker Offensivverteidiger mit einem guten Schuss.

So «aufgelegt» wie Grieders Transfer nach Olten war, so bemerkenswert ist der Zuzug Anthony Rouillers. Der talentierte Offensiv-Back, der aus der Bieler Nachwuchsabteilung stammt, war auf dem Transfermarkt heiss begehrt und bei mehreren B-Ligisten im Gespräch. Er gilt als gewissenhafter, läuferisch starker Verteidiger mit gutem Schuss und dem Auge für den öffnenden ersten Pass. In der Meistersaison beim HC Ajoie gelangen ihm in 47 Spielen 26 Skorerpunkte. Ausserdem glänzte er mit beachtlichen Werten in der Plus/Minus-Statistik.

Mit den Zuzügen von Grieder, Rouiller und dem Kanadier Curtis Gedig ist die EHCO-Verteidigung komplett und auf dem Papier stärker einzustufen als letzte Saison. Die Abgänge von Fabian Ganz und Sami El-Assaoui sind mehr als kompensiert worden.

Im Sturm ist Geduld gefragt

Im Sturm wird die Suche nach Verstärkungen gemäss EHCO-Sportchef Köbi Kölliker noch länger dauern. Es dürfte Mai werden, ehe in diesem Bereich Nägel mit Köpfen gemacht werden. Gesucht werden ein starker Offensivmann mit NLA-Erfahrung als Ersatz für Shayne Wiebe sowie ein junger solider Defensiv-Center. Ebenfalls offen ist der zweite Torhüterposten neben Matthias Mischler.

Ist Lars Leuenberger einer der sechs übrig gebliebenen Trainerkandidaten?

Ist Lars Leuenberger einer der sechs übrig gebliebenen Trainerkandidaten?

In Sachen Trainer hat Köbi Kölliker den Kandidatenkreis mittlerweile aus über 50 Bewerbungen auf sechs Namen eingeschränkt – wobei er sich ein Hintertürchen für weitere Anwärter offenlässt. Es werden allerlei Namen herumgereicht (Lars Leuenberger, Adrien Plavsic, Bengt-Ake Gustafsson), doch Kölliker lässt sich noch nicht in die Karten blicken. Klar ist: Jetzt geht es in diesem Bereich ans Eingemachte.