Nur, wer als Mannschaft auftritt, hat in den Playoffs gute Erfolgsaussichten. Dieses altbekannte Motto hat der EHC Olten in der Serie gegen Thurgau je länger, je mehr beherzigt und sich deshalb die Derby-Halbfinalserie gegen den SC Langenthal mehr als verdient.

Doch trotz des starken Kollektivs gab es Spieler, die vorangingen und deshalb ein wenig die Baumeister dieser Halbfinal-Qualifikation sind.

Joel Fröhlicher.

Joel Fröhlicher.

Zum Beispiel Verteidiger Joel Fröhlicher. Er tritt in diesen Playoffs so auf, wie man es sich von ihm erhofft hat. Physisch dominant, spielerisch abgeklärt, defensiv fehlerfrei. In dieser Form ist der Routinier auch im weiteren Verlauf der Meisterschaft Gold wert.

Matthias Mischler.

Matthias Mischler.

Zum Beispiel Goalie Matthias Mischler. Als er beim Stand von 1:3 nach dem ersten Drittel des zweiten Spiels für den unglücklichen Simon Rytz ins Tor der Oltner kam, wendete sich das Blatt in dieser Serie. Er hatte daran selbstredend einen massgeblichen Anteil mit Schlüsselparaden. Zum Beispiel in Match Nummer fünf, als er beim Stand von 0:3 im letzten Drittel das vierte Gegentor mit einer akrobatischen Einlage verhinderte. Hat sich als ruhender Pol hinter der (nicht immer sattelfesten) Defensive bestens bewährt.

Silvan Wyss.

Silvan Wyss.

Zum Beispiel Silvan Wyss. Superlative reichen eigentlich nicht aus, um die Wirkung dieses Kämpfers zu beschreiben. Er ackert, er rackert – und er schiesst Tore, als ob er Zeit seiner Karriere nie etwas anderes getan hat. Mit dem Topskorer-Tenue blüht der Emmentaler auf. Müsste man jetzt schon einen Playoff-MVP wählen, dann wäre er ein ganz heisser Kandidat.

Jewgeni Schirjajew.

Jewgeni Schirjajew.

Zum Beispiel Jewgeni Schirjajew. Mit seinem Verlängerungstreffer im fünften Spiel sorgte er in dieser Playoff-Serie eigentlich schon fast für die Vorentscheidung. Hat sich jetzt, in der entscheidenden Phase der Meisterschaft als das entpuppt, für was er nach Olten geholt wurde: Ein Stürmer, der für den Gegner nur schwer fassbar ist und der als Center die überragende Linie mit seinen Flügeln Silvan Wyss und Lukas Haas führt.

Stan Horansky

Stan Horansky

Zum Beispiel Stan Horansky. Sein Verletzungspech sorgte dafür, dass das wahre Potenzial dieses Eishockey-Künstlers bisher noch gar nie richtig zum Vorschein kam. Jetzt, rechtzeitig auf die Playoffs, ist er voll da. Und beweist, dass er vermutlich einer der besten Stürmer der Swiss League ist.

An dieser Stelle könnte man noch weitere Spieler nennen, die mitgeholfen haben, dass sich das Blatt für den EHCO zum Guten gewendet hat. Sie haben nun weiter die Chance, in diesen Playoffs zu glänzen.