Irgendwie waren es Verpflichtungen mit Ansage, welche der EHC Olten am Donnerstag stolz verkünden konnte. Mit Ansage deshalb, weil beide Posten seit geraumer Zeit vakant waren und dringend einer Lösung bedurften. Hier der Job des Assistenztrainers, welchen Peter Rötheli, der in der allgemeinen Umstrukturierung des Vereins neu als CEO auftritt, spätestens bis zu Beginn der neuen Saison besetzen wollte und dieser Vorgabe mit der Rückkehr von Dino Stecher auch souverän nachkam.

Dort jener des Sportchefs, welcher, gewissermassen, nach der Auflösung des Sportteams, wieder ins Leben gerufen worden ist. Nach dem Rücktritt von Markus Lack waren zuletzt nur noch Peter Rötheli und Trainer Scott Beattie übrig geblieben, und das konnte keine Lösung sein. So wird in Olten erstmals seit Edgar Niggli wieder ein echter Sportchef amten – mit dem Unterschied jedoch zu damals, dass Köbi Kölliker dies im Vollamt tun wird.

Verstärkungen sind möglich

Konnte man also davon ausgehen, irgendwann über eine Lösung dieser beiden Vakanzen informiert zu werden, überraschte das Doppelpack dann aber doch ein wenig. Die Lücken wurden nicht irgendwie gefüllt, sondern mit ausgewiesenen Fachkräften. «Das ist eine super Lösung», war Peter Rötheli die Erleichterung anzusehen. Die Verpflichtung Köllikers bedeutet nicht nur die längst fällige Entlastung seiner eigenen Person, sondern eine gewichtige Aufstockung des sportlichen Knowhows im engsten Umfeld der ersten Mannschaft.

«Über Köbi muss man nicht viel sagen», so Rötheli, um dann doch die wichtigsten Stationen des 61-jährigen gebürtigen Seeländers aufzulisten. Als langjähriger Assistent von Ralph Krueger und Cheftrainer der U20-Nationalmannschaft, als Trainer der deutschen Nationalmannschaft sowie zuletzt als Sportchef der SCL Tigers, hat sich Kölliker über die letzten Jahre einen enormen Erfahrungsschatz angeeignet. Rötheli: «Wir hoffen natürlich, von seiner Sportkompetenz profitieren zu können. Und wir sind sicher, damit einen Schritt in die richtige Richtung gemacht zu haben.»

Vor rund drei Monaten wurde die Verpflichtung Köllikers erstmals konkret, nachdem man bereits über die letzten zwei, drei Jahre in Kontakt gestanden hatte. Olten sei schon immer eine gute Adresse gewesen, so der Berner, und die Zeichen stünden gut, den Verein weiter zu entwickeln: «Dank dem Umbau können wir auch wirtschaftlich vorwärts machen und die gesteckten Ziele angehen.» Konkret festlegen wollte sich Kölliker diesbezüglich zwar nicht, bescheinigt dem EHCO jedoch, gut aufgestellt zu sein. «In den letzten Jahren ist wirklich gut gearbeitet worden, in jedem Bereich.»

An ihm liege es nun, Details zu verbessern, das Letzte aus dem Vorhandenen herauszuholen. Dass er bei der Zusammenstellung der Mannschaft nicht habe mitwirken können, spiele keine Rolle. Dass die Mannschaft noch verstärkt wird, schloss er aber nicht kategorisch aus. «Das hängt von diversen Faktoren ab, der Formkurve der Spieler, ihrer Einstellung, dem Verletzungspech – das alles gilt es, in Erwägung zu ziehen.» Das Ziel müsse es sein, zusammen mit dem Coach auf jede sportliche Situation eine Antwort zu haben.

Eng zusammenarbeiten wird Kölliker aber nicht nur mit Coach Scott Beattie, sondern auch mit dessen neuen Assistenten Dino Stecher. Dieser war als Trainer der Basler Sharks von einem Tag auf den anderen ohne Job und wird, nebst dem Amt des Assistenztrainers, zusätzlich jenes des Goalietrainers ausüben. «Er ist bereit, bei uns den nächsten Schritt zu machen und sein ganzes Wissen einzubringen», ist Rötheli glücklich über die Rückkehr Stechers, der in Olten von 2006 bis 2009 bereits drei Jahre lang als Headcoach gearbeitet hatte. Die Differenzen, welche im Zuge der damaligen Entlassung auftraten, seien übrigens längst ausgeräumt, versichert der neue CEO.