Den entscheidenden Unterschied schufen die Powermäuse im ersten Drittel mit drei Treffern. In der Folge zeigte sich vor allem Goalie Matthias Mischler sehr gut aufgelegt und rettete die einmal mehr nicht immer sattelfest agierende EHCO-Defensive ein paar Mal aus der Bredouille.

Die Emmental-Connection

Erwähnenswert war aufseiten der Oltner neben der Leistung von Mischler auch jene der neu formierten «Emmentaler»-Sturmlinie mit Wyss, Rexha und Haas (die alle eine Vergangenheit bei den SCL Tigers haben). Die drei ehemaligen Tiger harmonierten sehr gut und waren für die Hälfte der EHCO-Treffer verantwortlich. Ebenso bemerkenswert war, dass der angeschlagene Jewgeni Schirjajew (Hüftprellung) als 13. Stürmer auflief, aber letztlich nur sporadisch eingesetzt wurde. Im Hinblick auf die Playoffs dürfte er wieder voll bei Kräften sein.

Weil der HC La Chaux-de-Fonds das Spitzenspiel gegen den HC Ajoie 2:1 gewann, haben die Oltner theoretisch sogar noch die Chance auf den ersten Tabellenplatz. Angesichts der Tatsache, dass der HC La Chaux-de-Fonds am Sonntag zu Hause gegen die abgeschlagenen Ticino Rockets antreten darf, dürfte das aber ein unmögliches Unterfangen werden.

Zumal gleichzeitig auch noch Ajoie in Langenthal verlieren müsste. Wahrscheinlicher ist, dass der EHCO die Qualifikation auf dem dritten Tabellenrang abschliesst. Als erster Playoff-Gegner wären dann Langenthal, Kloten oder Visp möglich.

Am Sonntag (18:45 Uhr) steht in Zug für die Mannschaft von Headcoach Chris Bartolone aber erst noch die letzte Qualifikationspartie auf dem Programm. Und die wird interessant sein: Gegner EVZ Academy, der sein erstes «Spiel der letzten Hoffnung« bei den GCK Lions mit 3:1 gewann, hat die Chance, mit einem Sieg noch den Sprung in die Playoffs zu schaffen.

Die Zuger, die in Küsnacht mit NLA-Ersatzgoalie Sandro Aeschlimann und dem regulären EVZ-Ausländer Carl Klingberg aufliefen, werden alles daransetzen, zu gewinnen. «Ich bin froh, haben wir im letzten Spiel vor den Playoffs einen Gegner, für den es noch um etwas geht», befand Bartolone. Auch er spürt, dass seine Equipe nach der Meisterschaftspause noch nicht wieder wie gewünscht im Rhythmus ist. Bereits am kommenden Freitag gehen die Playoffs los.

Kein dritter Ausländer

Diese wird der EHC Olten (und eine eventuelle Liga-Qualifikation) definitiv nur mit zwei Ausländern im Kader bestreiten. Sportchef Marc Grieder war seit Wochen auf der Suche nach einer – im Rahmen der (begrenzten) finanziellen Möglichkeiten – valablen Lösung. Vor wenigen Tagen hatte er bereits die mündliche Zusage eines Spielers, der sich dann aber kurzfristig für ein lukrativeres Angebot in der DEL entschied.

Im Vergleich zum Vorjahr, als man mit MacGregor Sharp einen zusätzlichen Ausländer für die Playoffs verpflichten konnte, war das Angebot an Söldnern, die auch tatsächlich eine Verstärkung für das Team gewesen wären, heuer ganz einfach begrenzt. Und man wollte letztlich nicht um jeden Preis einen Spieler holen, nur damit man die Erwartungshaltung erfüllt.

Grieder betont: «Wir sind uns bewusst, dass wir damit nicht die bestmögliche Ausgangslage haben, um auch für alle Eventualitäten in den Playoffs gerüstet zu sein. Aber wir sind überzeugt, dass unsere Mannschaft auch so stark genug ist. An unseren Zielen hat sich nichts geändert.»

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