„Der Verwaltungsrat der EHC Olten AG ist nach dem punkt- und torlosen Wochenende – beide Spiele gingen 0:2 verloren – zum Schluss gekommen, dass mit Headcoach Bengt-Åke Gustafsson die Klubziele diese Saison nicht mehr zu erreichen sind." Dies schreibt der Dritte der NLB in seiner Medienmitteilung.

Seit dem Entscheid vor knapp zwei Wochen, dem Trainerteam das Vertrauen auszusprechen, habe die Mannschaft nicht die gewünschte Entwicklung durchlaufen. Stattdessen habe sich die sportliche Krise, die seit Anfang Jahr das Team erfasst hatte, weiter verschärft. "Die letzten Leistungen und das Auftreten der Spieler brachten zum Ausdruck, dass der Schwede den Draht zum Team verloren hatte", ist von Seiten der Klubleitung zu vernehmen.

Die Krise hatte sich seit Mitte Dezember zugespitzt: Seit Mitte Dezember gewann der EHC Olten nur noch fünf von 15 Spielen und rutschte gestern Abend auf den vierten Rang ab. Die Konsequenz: Gustafsson wird per sofort freigestellt; an seiner Stelle übernimmt bis Ende Saison der bisherige Assistent Chris Bartolone die Verantwortung für die 1. Mannschaft. Der 48-jährige Italoamerikaner habe sich in den letzten zwei Jahren in Olten einen guten Ruf als akribischer Trainer erarbeitet und geniesse den vollen Respekt von Team und Klubleitung.

"Er kennt Spieler sowie Liga und ist bestrebt und motiviert, das Team mit der nötigen Konsequenz zurück in die Spur zu bringen", sind die Verantwortlichen überzeugt. Assistiert wird er fortan vom langjährigen EHCO-Spieler und aktuellen Goalietrainer Michael Tobler.

Vor seinem Engagement in Olten führte Bengt-Ake Gustafsson die SCL Tigers in die höchste Schweizer Liga zurück, musste das Emmental 2005 aber trotz des Aufstiegs verlassen. Der 59-Jährige erlangte in der Schweiz Bekanntheit als Assistent des Schweizer Nationaltrainers Ralph Krueger. Als Nationaltrainer Schwedens feierte er danach mit dem Olympiasieg und dem WM-Titel 2006 seine grössten Erfolge. (raw/sda)