Swiss League

Den Härtetest bestanden: Der EHC Olten gewinnt das Testspiel beim HC Thurgau mit 4:3 nach Verlängerung

Wiederum für den Gamewinner verantwortlich: Dion Knelsen.

Wiederum für den Gamewinner verantwortlich: Dion Knelsen.

Ein robuster EHC Olten hält gegen einen besonders ruppig auftretenden HC Thurgau dagegen und gewinnt mit 4:3 nach Verlängerung. Wiederum war Dion Knelsen für den Gamewinner besorgt.

Härter, robuster, grösser, mächtiger, dominanter soll der EHC Olten, Ausgabe 20/21, sein. Das war nicht zuletzt das grosse Ziel von Sportchef Marc Grieder, als er diese aktuelle Oltner Mannschaft formte.

Und ein eben solcher robuster EHC Olten war am Dienstagabend im Test auswärts beim HC Thurgau denn auch gefordert. Und nicht nur in physischer Hinsicht zeigte der EHC Olten seine positiven Seiten, auch überzeugten die Powermäuse im Spiel mit Puck am Stock. Das Highlight: Ein wunderbar herausgespieltes Powerplaytor von Cédric Hüsler. Das verdiente Resultat: Ein 4:3-Sieg nach Verlängerung. Wie bereits im Test-Heimsieg gegen Lugano war wiederum Dion Knelsen, nach einem herrlichen Antritt über das gesamte Feld von Garry Nunn, für den Overtime-Treffer besorgt.

Die eigentliche Allerwelts-Vorbereitungspartie vor 248 Zuschauern trug von Beginn weg den Charakter eines Saisonspiels, als ginge es um entscheidende Punkte in einer wichtigen Meisterschaftsphase.

Schnell war klar: Vielleicht mag der HC Thurgau im Kader etwas an Erfahrung verloren haben, jedoch wird der EHC Olten auch in dieser Saison mit schwierigen Spielen in der Güttingersreuti konfrontiert werden.

Schon nach 99 Sekunden bekam es Neuzuzug Daniel Carbis zu spüren, der einen gefährlichen Check gegen den Kopf aus dem toten Winkel hatte einstecken müssen. Mit Verdacht auf eine Hirnerschütterung wurde er auf der Bank behandelt, worauf er aber mit viel Glück einige Shifts später bis zum Schluss wieder mittun konnte. Der EHCO setzte seine im Kader gewonnene Physis ebenfalls ein, allen voran Leonardo Fuhrer.

Der Oltner Neuzugang, 187cm gross, 92 kg schwer, stand sinnbildlich für die Härte der Oltner, mit der man sich den aufsässigen, unbequemen Thurgauern zur Wehr setzte. «Es ging schon rassig los. Wir wussten, dass es schwierig wird. Wir hatten gegen Kloten 9:1 gewonnen, das bekommen auch andere Gegner mit. Ich hatte das Gefühl, dass sie deshalb besonders motiviert auftraten. Wir kriegten aber dann die Beine aus dem Bus und rissen das Momentum an uns», bilanzierte Fuhrer nach dem Spiel und führte fort: «Ich versuchte das Forechecking zu forcieren, da wird auch mal ein Check gesetzt. Und wenn man Druck ausübt, entstehen Fehler. Und nur wenn Fehler passieren, wird doch das Eishockeyspielen erst so richtig lustig», sagt Fuhrer und lacht.

Aus dem Kollektiv ragte nicht nur der zweifache Torschütze Dion Knelsen heraus, der sich zwar schwer tat mit der Härte der Thurgauer, aber abermals mit seiner ausgeprägten Technik seine Gegenspieler dominierte. Positiv fiel auch Verteidiger Stéphane Heughebaert auf. Er, der von Trainer Fredrik Söderström forciert wurde, bereinigte im Minutentakt Thurgaus Chancen und zeigte eine noch nie dagewesene Körpersprache bei überzeugenden und überlegten ersten Pässen.

Noch ist aber nicht alles über alle Zweifel erhaben. In der Defensive wies der EHC Olten viele Schwachstellen auf, konnte aber mehrmals das Glück für sich beanspruchen. So scheiterte Thurgau nicht weniger als fünf Mal am Torgehäuse. Den Härtetest, den hat der EHC Olten in der Güttingersreuti aber bestanden.

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