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Das Warten hat ein Ende: TV Solothurn findet gegen Steffisburg zum Siegen zurück

Sandro Sieber zeigte mit 9 Toren eine überragende Leistung.

Sandro Sieber zeigte mit 9 Toren eine überragende Leistung.

Das Warten hat ein Ende. Gegen Steffisburg findet Solothurn nach zuletzt sieben sieglosen Spielen zum Siegen zurück. Nach einer dominanten ersten Hälfte wurde es am Ende zwar noch einmal knapp, dennoch konnte sich die Lüthi-Truppe zwei wichtige Punkte sichern.

Nach dem Schlusspfiff dürfte allen im TV Solothurn ein grosser Stein vom Herzen gefallen sein. Mit 30:28 ging das Heimteam als Sieger aus der Partie hervor. Und dies gegen einen Gegner, der die Ambassadoren in der Vergangenheit des Öfteren in arge Schwierigkeiten zu bringen vermochte. Denn der TV Steffisburg – seines Zeichens Ausbildungsverein von Wacker Thun – hat eine talentierte Truppe und führte vor dem Spiel im Direktvergleich mit 4:2.

Die Mittelachse über Amer Zildzic (mit Ball) und Kreisläufer Roland Szabo (rotes Shirt, rechts) funktionierte hervorragend.

Die Mittelachse über Amer Zildzic (mit Ball) und Kreisläufer Roland Szabo (rotes Shirt, rechts) funktionierte hervorragend.

Das erste Tor der Begegnung erzielte Routinier Sandro Sieber per Penalty. Gleich von Beginn weg waren die Solothurner die spielbestimmende Mannschaft. Mit einer optimalen Mischung aus Rückraumwürfen und schönen Kreisanspielen gelang es dem Team von Trainer Jürg Lüthi, die Berner Defensive variabel zu beschäftigen. Nur einmal, nach gut zehn Minuten (5:6) in Unterzahl, mussten die Gastgeber den Lead kurz abgeben.

Sicherheit im Abschluss zurückgewonnen

Nach diesem kurzen Weckruf folgte jedoch sogleich die dominanteste Phase der Solothurner. Die Verteidigung liess gegen die agilen Steffisburger nur wenige Lücken aufreissen, einzig Topskorer Joël Christinat fand ab und zu ein probates Mittel gegen die kompakten Ambassadoren, da er sowohl aus dem Rückraum, wie mit Durchbrüchen gefährlich war. Er sollte mit seinen 11 Treffern am Ende der beste Schütze der Partie sein, da von seinen Kollegen aber keiner mehr als drei Mal reüssierte, reichte auch das persönliche Stängeli nicht.

Die besseren Wurfquoten über das gesamte Team wies an diesem Abend der TV Solothurn auf. Mit Kreisläufer Roland Szabo (5 Tore), Aufbauer Tom Althaus (2) und Spielmacher Amer Zildzic (3) verzeichneten gleich drei Spieler keinen einzigen Fehlwurf. Trotz eines Fehlwurfs überragender Mann beim TVS aus dem Mittelland war jedoch Oldie Sandro Sieber mit 9 Treffern. Nach seinem Eröffnungstor war er es auch, der mit einem weiteren Siebenmeter den Schlusspunkt unter die erste Halbzeit setzte und auf 17:13 erhöhte.

Noch ist nicht alles rosig

Zu Beginn der zweiten Hälfte setzte das Heimteam sogar noch einen drauf und baute den Vorsprung bis zur 42. Minute gar auf sieben Tore aus (23:16). Vor allem die Mittelachse über Zildzic und Kreisläufer Szabo konnte sich auszeichnen. Die Berner Oberländer konnten sich oft nur mit Fouls im letzten Moment helfen, was gleich mehrmals mit Strafwürfen für Solothurn endete. Diese versenkte Sandro Sieber (6 von 6 Penalties) in souveräner Manier.

Doch wie so oft in dieser Saison folgte auf diese starken Phasen ein Einbruch. Völlig unbedrängt gaben die Solothurner das Heft aus der Hand und liessen ihren Gegner aufgrund technischer Fehler und Fehlwürfen wieder herankommen.

Tor um Tor schwand der einst so komfortable Vorsprung dahin, bis Steffisburg 25 Sekunden vor dem Ende gar den Anschlusstreffer erzielte (29:28). Zwar sicherte Tom Althaus mit seinem Tor zum 30:28-Schlussstand die zwei Punkte. Für die weiteren Spiele müssen sich die Solothurner jedoch endlich bei klarer Führung zusammenreissen, um nicht weiter unnötig Punkte liegen zu lassen.

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