Bassecourt machte es seinem Gast nicht leicht. Doch mit dem 2:1-Auswärtssieg darf Solothurn als einziger Klub der Gruppe 2 mit dem Punktemaximum auf dem Leaderthron am Samstag Delsberg, den zweiten Vertreter aus dem Jura, im Stadion empfangen.

Die erste Halbzeit verlief nicht zufriedenstellend für die Solothurner. Vom Anstoss an versuchten sie wohl kontrolliert aus der Abwehr mit deutlich mehr Ballbesitz das Geschehen in die Hand zu nehmen. Gefährlich in Tornähe kamen die Deutschschweizer jedoch nicht. «Es war ein harter Fight gegen eine kompakte und kämpferische Mannschaft», gestand denn auch FCS-Trainer Jürg Widmer.

Anfänglich nur mit Nadelstichen operierend, schuf sich Bassecourt die besseren Abschlussmöglichkeiten. Glück hatten die Ambassadoren in der 14. Minute, als sich Nathan Garcia im Solothurner Strafraum verstolperte, nachdem er mit viel Dusel gegen Stauffer und Selmanaj durchkam. Besser machte es die Sturmspitze der Jurassier sieben Minuten später. Den zweiten Eckball von Coelho brachte die Gästedefensive nicht weg. Aus 18 Metern vollendete der 20-Jährige mit einem satten Volleyschuss zur Führung der Einheimischen.

Stauffer verhinderte auf der Linie das 0:2

«Wir fanden den Rhythmus nicht, waren zu wenig entschlossen und liessen die Dynamik in den ersten 25 Minuten vermissen», beurteilte Widmer. Die Reaktion der Besucher viel verhalten aus. Die Romands erhielten mit ihrem schnellen Umschaltspiel Aufwind. So griff Bähler nach der dritten Ecke herauseilend neben den Ball. Amaouches Schuss vermochte Stauffer auf der Linie abzuwehren.

Die Widmer-Truppe bevorzugte die rechte Angriffsseite, aber der Umschwung kam von der linken Platzhälfte. Vernocchi leitete die optische Wende ein: er zwang mit seinem Kopfball Bourquin zu einer Glanzabwehr. Die Gäste konnten den Druck aufrecht erhalten. Dieser mündete im Ausgleich durch Chatton.

Die Sturmspitze übernahm schnörkellos Mathys’ Vorlage von links zum 1:1 (37.). Vor der Pause hätten die Aarestädter das Resultat gar noch kehren können: Martin foulte den auffälligen Vernocchi, aber Hüter Bourquin konnte den zu wenig platziert und in die Mitte getretenen Foulelfmeter abwehren. «Die Fortsetzung war besser, wir fanden den Rhythmus, verschossen aber den Penalty», so der Gästetrainer weiter.

Chatton bewies seine Qualitäten als Torschütze

Effizienter wollten die Solothurner die zweite Hälfte angehen. Vernocchi sah jedoch seine zwei Versuche in Corner abgelenkt (49. und 50.). Zunehmend erarbeiteten sich die Besucher mehr Spielanteile. Bourquin konnte einen Flachschuss Chattons auf Mathys-Zuspiel halten (69.). Wieder Chatton verpasste das Bassecourt-Gehäuse knapp rechts, nachdem in einer wirren Szene Bourquin den Ball nicht behändigen konnte (75.).

Zwei Minuten später bewies Chatton seinen Torinstinkt, indem er völlig frei und aus vollem Lauf ein langes Zuspiel von Philippe Gerspacher zum Siegtreffer abschliessen konnte. «In der guten zweiten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft, wir zeigten Moral und Solidarität, ein gutes Herz, sodass wir den Sieg verdienten», lautete Widmers Fazit. Die Gastgeber steckten nicht auf, aber ihre Widersacher verstanden es, deren Schlussoffensive die Wirkung zu nehmen.