Eishockey

Cédric Maurer, der ungewöhnliche Türöffner des EHC Olten

EHCO-Verteidiger Cédric Maurer.

EHCO-Verteidiger Cédric Maurer.

Der Verteidiger des EHC Olten aus Wohlen/Freiamt erzielte am letzten Sonntag im 40. Anlauf seinen ersten Treffer im grünweissen Dress. Der 24-Jährige gehört zu den Spielern, die sich in der neu formierten Defensive der Oltner für höhere Aufgaben empfehlen wollen.

Er war am vergangenen Sonntag in Biasca der ungewöhnliche Türöffner für den EHC Olten: Cédric Maurer. Als die Mannschaft nach dem Ausgleich der Ticino Rockets ins Schlingern geriet, fand der Handgelenkschuss des Verteidigers den Weg an Freund und Feind vorbei ins Tor der Tessiner. Dank Maurers Treffer bogen die Oltner auf die Siegstrasse ein und durften schliesslich ihren ersten «Dreier» der neuen Saison feiern.

Ungewöhnlich war das Ganze deshalb, weil es Mauers allererstes Tor im EHCO-Dress war. In der vergangenen Saison war er in 40 Anläufen ebenso leer ausgegangen wie in den ersten drei Meisterschaftspartien der neuen Spielzeit. Im 44. Versuch durfte der 23-Jährige also erstmals über einen eigenen Torerfolg in grünweiss jubeln.

Neue Ausgangslage, neue Chance, neue Rolle

Der Treffer des Aargauers aus Wohlen/Freiamt kommt indes nicht ganz überraschend. Nach den Abgängen der Leistungsträger Anthony Rouiller, Daniel Eigenmann und Riccardo Sartori wurden die Karten in der Oltner Defensive bekanntlich komplett neu gemischt. Alle konnten sich für neue Aufgaben, mehr Verantwortung und entsprechend mehr Eiszeit empfehlen.

Nimmt man die ersten Partien als Massstab, dann hat Maurer die Chance gepackt. Er bildet zusammen mit Dan Weisskopf ein solides Back-Paar, auf welches sich das Oltner Trainerduo Söderström/Grieder verlassen kann. «Ich bin letztes Jahr nicht nach Olten gekommen, um ein Mitläufer zu sein. Jetzt will ich die Chance packen. Das ist genau das, was ich gesucht habe, als ich mich zu meinem Wechsel entschied», unterstreicht Maurer. Den Unterschied zwischen der Zug Academy und dem EHC Olten bezeichnet er als «Tag und Nacht», die Erwartungshaltung sei eine ganz andere. «In Zug zählt nur das National-League-Team. Was wir in der Swiss League gemacht haben, hat nur am Rande interessiert», erzählt Maurer.

Den erhofften Schritt nach vorne gemacht

Entsprechend hat es vermutlich auch länger gedauert, bis der Aargauer, der 13 Jahre in der EVZ-Organisation verbracht hatte, den Schritt nach vorne machte, auf den EHCO-Sportchef Marc Grieder nach Maurers Verpflichtung gewartet hat. Nun fühlt sich Cédric Maurer sichtlich wohler auf dem Eis. «Es macht natürlich Spass, vor vielen Zuschauern zu spielen und die Emotionen mitzuerleben. Aber man muss mit ihnen umgehen können – im positiven wie auch im negativen Sinn.»

Mit dem Saisonstart des EHC Olten ist Maurer allerdings nur bedingt zufrieden: «Wir haben uns sicher mehr erhofft. Aber wir wissen, was wir können. Wir haben in unserer Mannschaft alles, was es braucht, um erfolgreich zu sein. Jetzt müssen wir es nur regelmässig umsetzen.» Am besten schon am Mittwochabend (18.45 Uhr) in Zug, wo Cédric Maurer und Co. auf seine ehemaligen Teamkollegen der EVZ Academy treffen wird. Er weiss ja jetzt, wie man Türen öffnet.

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