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Behält der TV Solothurn gegen die Kadetten Espoirs seine reine Weste?

Kann der TV Solothurn seine Siegesserie in der Meisterschaft fortsetzen?

Am Wochenende bestreitet der TVS seine dritte Partie innerhalb einer Woche und gleichzeitig auch das dritte Meisterschaftsspiel. Zu Gast sind die jungen Kadetten, das Farmteam des amtierenden Schweizer Meisters.

Man muss sie schon fast suchen, die Spieler der Kadetten Espoirs, die älter sind als Jahrgang 2000. Und wenn man auf der Kaderliste der Schaffhauser dann doch einen findet, dann hat er maximal Jahrgang 1997. Die Talentschmiede des amtierenden Schweizer Meisters wird ihrem Namen wieder einmal gerecht. Und wie jedes Jahr wissen die Gegner nicht genau, mit welcher Mannschaft die Schaffhauser auflaufen werden. Denn viele der Talente kommen auch im NLA-Team zum Einsatz.

Mit Siegen gegen Wädenswil/Horgen und Chênois weist der TV Solothurn nach zwei Runden aktuell das Punktemaximum aus. Dies verleiht der Truppe von Trainer Jürg Lüthi mit Sicherheit ein gewisses Selbstvertrauen. Ganz so klar wie dies die Tabellenlage vermuten lassen würde, waren die Siege aber nicht. Vor allem im zweiten Spiel gegen Chênois taten sich die Solothurner über weite Strecken schwer. Die Defensive wirkte nicht über die gesamte Spieldauer sicher und im Angriff unterliefen den Aarestädtern ungewohnt viele technische Fehler.

Ein Gegner mit zwei Gesichtern

Gegen die normalerweise technisch versierten Kadetten Espoirs muss der TVS die eigenen Fehler auf ein Minimum reduzieren können, denn der junge Gegner wird im Umschaltspiel sicherlich sehr schnell auftreten. Unklar ist noch, welches Gesicht die Schaffhauser gegen den TV Solothurn zeigen werden. Denn obwohl die Saison erst zwei Runden alt ist, haben die Ostschweizer bereits beide Seiten gezeigt.

Im ersten Spiel setzte es eine überraschend deutliche Niederlage gegen Birsfelden ab (15:26). Gegen ein Team, das vorige Saison noch lange gegen den Abstieg kämpfte, versagte der Angriff also komplett. Im zweiten Spiel hingegen zeigten die Kadetten ihre offensive Durchschlagskraft und besiegten Wädenswil/Horgen mit 35:30.

In der heimischen CIS-Halle gelang dem TVS im ersten Spiel zuletzt ein gewaltiger Steigerungslauf. Nach behäbigem Beginn spielten die Einheimischen ihre Gegner gegen Ende der Partie regelrecht an die Wand. Will Solothurn gegen Schaffhausen bestehen, braucht es eine ähnliche Leistung. Und vor allem müssen die Ambassadoren von Beginn weg konzentriert ans Werk gehen, was ihnen in den ersten Partien bisher noch nicht gelang. Sollte dem TV Solothurn ein weiterer Sieg gelingen, wäre dies wahrlich ein Saisonauftakt nach Mass.

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