2. Liga

«Badifussball» wird bestraft: Klus/Balsthal schlägt Bellach

Klus/Balsthal-Topskorer Denis Kostadinovic schiesst beim 4:0-Sieg gegen Bellach drei Tore.

Es war definitiv kein Badiwetter im Balsthaler Moos. Die Bellacher schienen sich aber nicht so recht mit dem frühen Wintereinbruch zurechtzufinden. War es die ungewohnte Kälte, die sie zu Beginn steif und ungelenk aussehen liess? Klus/Balsthal jedenfalls startet mit viel mehr Elan und in der dritten Minute konnten die Gäste das erste Tor nur mit einem Foul – und das auch nur für sehr kurze Zeit – verhindern. Der gefoulte Topskorer Denis Kostadinovic legte sich den Ball zurecht und verwandelte den fälligen Penalty souverän zum 1:0.

Nach einer Viertelstunde verhinderte der Bellacher Yanis Schärer auf der Linie das sicher scheinende 2:0. Dies war ein Weckruf, denn nacheinander kam Bellach mit Cyril Pickel im Alleingang und Valerio Mascolo auf Kopfball zu guten Chancen. Kurz vor der Pause vergab der Topskorer Alessandro Fragale seine einzige wirklich gute Chance dieses Spiels. «Nach dem guten Start hatten wir uns etwas darauf verlassen, dass es einfach so weitergehen wird, und das wäre beinahe schief gelaufen», analysierte FCKB-Trainer Xhevxhet Dullaj diese Phase.

Auf der Tribüne gingen die Diskussionen los

Die zweite Halbzeit begann wieder mit einem Paukenschlag. Als Sascha Berger am rechten Flügel startete, gingen auf der Tribüne die Diskussionen los, ob es Abseits war oder nicht. Bekanntlich ist aber Abseits dann, wenn der Linienrichter die Fahne hebt, und das war diesmal nicht der Fall. Berger flankte zur Mitte und Kostadinovic buchte das 2:0. Beim 3:0 tauchte der Goalgetter alleine vor Luca Palermo auf. Der Bellacher Goalie konnte sich nicht entscheiden, ob er zurücklaufen oder herauslaufen wollte und blieb in der Mitte zwischen Tor und Stürmer stehen, was die schlechteste Alternative war.

Das 4:0 alleine war schon ein schöner Lohn dafür, sich warm angezogen und aufs Moos gepilgert zu sein. Kosta Milosevic chippte den Ball hinter die Bellacher Defensive in den Lauf von – wem sonst – Kostadinovic. Diesmal legte der überragende Topskorer uneigennützig auf den mitgelaufenen Ferhat Capan ab, der problemlos einschieben konnte.

Der Trainer denkt an die Zeit als Spieler zurück

Der hohe Sieg spiegelte am Ende die gezeigten Leistungen korrekt wieder. Klus/Balsthal war im Mittelfeld näher am ballführenden Gegner und gewann viele Zweikämpfe schon weit vor der Mittellinie. Die Bellacher brauchten oft zu lange, um zu reagieren, und sie kamen deshalb immer wieder einen Schritt zu spät. «Als Spieler hat man es definitiv einfacher», fasste Trainer Alban Xhema, vor einem Jahr noch der Bellacher Gestalter im Mittelfeld, seine Gefühle zusammen. Entscheidend sei der frühe Rückstand gewesen. «In der Teamsitzung haben wir besprochen, dass wir von Anfang an konzentriert sein wollen. Aber dann stehen wir total falsch und lassen Kosta Milosevic machen, was er will. Wir haben geschlafen.»

Xhevxhet Dullaj schleppte derweil eine Harasse Bier in die Kabine. «In der zweiten Halbzeit haben wir so gespielt, wie ich es mir wünsche. Es gibt nichts zu bemängeln», sagte der Kluser Trainer.

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