Es ist simpel: Wenn Rothrist (12.) gegen Muri (3.) und das Team Aargau U21 (13.) gegen Dietikon (6.) nicht gewinnt, sind der FC Olten und der FC Dulliken gerettet und spielen auch nächste Saison in der 2. Liga inter.

Auf die Variante Schützenhilfe spekuliert FC-Olten-Präsident Claudio Richard: «Mein Gefühl sagt mir, dass sich die Tabelle vom 10. bis zum 14. Platz nicht mehr verändern wird in der letzten Runde. Ich gehe von Niederlagen vom Team Aargau und Rothrist aus.» Beide Hände würde er dafür allerdings nicht ins Feuer legen, schiebt er nach.

Die Oltner können es natürlich auch selbst richten. Ein Unentschieden sollte aufgrund der deutlich geringeren Anzahl an Strafpunkten reichen. Es geht zum Tabellenzweiten NK Pajde. Claudio Richard erwartet von den Spielern, «dass sie sich aufraffen, an die eigene Ehre appellieren und den fehlenden Punkt holen.»

Ein Abstieg würde nicht der Untergang für den FC Olten bedeuten, betont er. «Freuen würde es mich natürlich nicht. Als Präsident hätte ich den Abstieg am Ende zu verantworten. Die 2. Liga inter ist auf jeden Fall die attraktivere Liga, hat aber auch ihre schwächeren Seiten.»

Ein Umbruch in Dulliken

Der FC Olten spielt mittlerweile wieder seit vier Saisons in der 2. Liga inter. Der FC Dulliken noch eine Saison länger. Auf Präsident Ueli Schenk wartet ein Haufen Arbeit, egal wie es morgen rauskommt. Vizepräsident und Sponsor Roland Gruner tritt per Ende Saison zurück und das Gesicht der Mannschaft wird sich deshalb deutlich verändern.

Es sei alles noch sehr unsicher, was das Kader der nächsten Saison betrifft, sagt Schenk. «Im Moment können wir noch kaum Spieler aus dem eigenen Nachwuchs nachnehmen und sind auf ehemalige oder fremde angewiesen.» Um den FCD-Vorstand steht es dafür trotz Gruners Rücktritt gut. Der Posten des Vizepräsidenten kann neu besetzt und der Vorstand im Allgemeinen verjüngt werden, so Schenk.

Aber zuerst gilt es nun zu klären, in welcher Liga die Niederämter nächste Saison überhaupt antreten. Attraktive Gegner, das bessere Niveau und höhere Zuschauerzahlen nennt Ueli Schenk als Pluspunkte für die 2. Liga inter. Dem Team seien aber doch ein paar Mal die Limiten aufgezeigt worden.

«Wir könnten oben bleiben, ohne zu gewinnen», meint er zum morgigen Abstiegs-Krimi. «Nach Papierform müssten das Team Aargau U21 und Rothrist eigentlich verlieren. Wir können uns aber nicht darauf verlassen.» Deshalb sollen im Derby gegen den FC Wangen bei Olten, welcher am letzten Wochenende den Ligaerhalt geschafft hat, Punkte her.

Drei Zweitligisten zittern mit

Was mit dem FC Olten und dem FC Dulliken passiert, hat direkten Einfluss auf die Solothurner 2. Liga. Dort stehen mit dem FC Oensingen und dem FC Welschenrohr bereits zwei Absteiger fest. Dabei bleibts, wenn Olten und Dulliken die Klasse halten.

Steigt nur einer der beiden Klubs ab, erwischt es in der 2. Liga den Zehnten. Steigen beide ab, muss auch noch der Neunte runter in die 3. Liga. Die Wackelkandidaten heissen SC Blustavia (8.), FC Iliria (9.) und FC Härkingen (10.).