Unihockey
«Alleine gewinnst du kein Spiel» – Unihockey Mittelland kann als Kollektiv überzeugen

Marius Flury und Mittelland sind in der 1. Liga nach der Vorrunde auf Kurs: 22 Punkte aus 11 Spielen und der sechste Zwischenrang. Entwickle sich die Mannschaft so weiter, dann sei viel möglich, meint Topskorer Flury.

Melanie Gamma
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Mittellands Top-Torschütze Marius Flury (rechts).

Mittellands Top-Torschütze Marius Flury (rechts).

ZT

23 Punkte hatte Unihockey Mittelland vergangene Saison nach der Qualifikation der 1. Liga Grossfeld auf dem Konto. Nun ist in der aktuellen Spielzeit erst die Hälfte vorbei. 22 Zähler haben die Mittelländer bislang gebucht – beinahe so viele wie letzte Saison in doppelt so vielen Partien.

«Diese Zahl zeigt, dass wir uns stark gesteigert und einen Schritt vorwärts gemacht haben», sagt Marius Flury. Der Trimbacher erzielte in den 11 Vorrundenpartien 11 Tore – so viele wie kein anderer im Team, dazu kommen vier Assists. Aus dem Kollektiv herausheben mag sich der 23-Jährige aber auf keinen Fall. «Alleine gewinnst du kein Spiel», betont er. Diese Aussage symbolisiert den aktuellen Zustand der Mannschaft. «Wir sind eine gute Truppe und es macht sehr viel Spass, mit den Jungs zu spielen», formuliert es Marius Flury.

Vertrauen und Ruhe auf dem Platz

Auf jenen Zusammenhalt lege auch Trainer Björn Karlen Wert. Er trichtere seinen Schützlingen ein, dass sie starke Individualisten seien, aber nur als Kollektiv Erfolg haben können. «Es wirkt, dass er ständig wiederholt, dass wir uns auf die eigenen Aufgaben besinnen und nicht darüber nachdenken sollen, was der Mitspieler falsch macht», sagt Marius Flury. Vertrauen ineinander und Ruhe auf dem Platz und auf der Bank seien wichtige Erfolgsfaktoren. «Wir haben gelernt, dass wir einen Rückstand besser aufholen können, wenn wir nicht in Hektik verfallen», so der gelernte Elektroplaner und Berufsmaturand. Man merke indes, dass die jungen Spieler, zu denen auch er zählt, seit Ende letzter Saison älter und im Kopf fitter geworden seien.

Marius Flury ist im Unihockey ein Späteinsteiger. Mit 16 stiess er zum UHC Trimbach, wechselte in der Saison 2012/13 zu Mittellands Nachwuchs und debütierte im Dezember 2013 im Fanionteam – damals in der NLA. Bald war er statt in der U21 fix in der ersten Mannschaft, erlebte den Abstieg in die NLB und in die 1. Liga mit. Der Wechsel zu einem anderen Verein in eine höhere Spielklasse ist derzeit kein Thema. «Momentan passt mir die 1. Liga. Und vielleicht schaffen wir mit UM irgendwann die Rückkehr in die NLB», sagt der angehende Student. Entwickle sich die Equipe weiter wie bisher, sei viel möglich.

«Zu den Top 4 zu gehören, scheint möglich»

«Es gibt aber sicher einiges, das wir noch verbessern können», so Flury. Ausgerechnet er als Stürmer mit einem guten Torriecher kritisiert die Chancenauswertung: «Wir alle können noch effizienter werden, der eine oder andere Treffer mehr dürfte schon gelingen.» Mit einem besseren Torverhältnis würde Mittelland, derzeit punktgleich mit Schüpbach und Baden-Birmenstorf, nämlich gar auf Platz 4 statt 6 liegen. «Zu den Top 4 zu gehören, scheint möglich», schätzt Marius Flury, «aber wir konzentrieren uns weiterhin auf das definierte Ziel und wollen so rasch wie möglich die Playoffs erreichen.»

Konkret bedeute dies, bis Weihnachten möglichst viele Punkte zu ergattern und den Vorsprung von 13 Zählern auf den Strich auszubauen. Die nächste Chance auf einen Sieg wartet am Freitag gegen Fricktal. «Wenn wir aus einer sauberen Defensive heraus konsequent arbeiten und ein Tor mehr als der Gegner schiessen, kommt es gut», umschreibt Flury den Gameplan simpel.

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