Swiss League

Abgeklärt zum sechsten Sieg in Folge: Der EHC Olten deklassiert Gastgeber Visp mit 5:1 und bleibt weiterhin Zweiter

Im letzten Auswärtsspiel vor den Feiertagen trifft der EHC Olten auswärts auf den EHC Visp. In der Lonza Arena kann der abgeklärte EHCO seinen sechsten Sieg in Folge einfahren und sich so weiterhin auf dem zweiten Tabellenrang halten. Gleich mit 5:1 schicken die Powermäuse ihren Gastgeber vom Eis.

Als die Sirene nach den ersten 20 Spielminuten in der Lonza Arena ertönte, das schlichen die Fans des EHC Visp ziemlich desillusioniert in die Pause. 0:3 lag ihre Mannschaft gegen den EHC Olten im Rückstand. Und noch viel schlimmer: Sie hatte nicht den Hauch einer Chance gehabt gegen eine Mannschaft, die wie auf Schienen auf dem Eis umherkurvte. Bei den Oltnern stimmte fast jeder Laufweg, fast jeder Pass fand seinen Adressaten. Hinten liess man kaum gefährliche Chancen des Gegners zu, und vorne nutzte man die sich bietenden Gelegenheiten konsequent. Diego Schwarzenbach bedankte sich nach 44 Sekunden für ein Geschenk der Visper und traf zur frühen Führung. Sartori doppelte nach vorzüglicher Vorarbeit von Schirjajew nach. Und schliesslich verwertete Nunn einen Konterangriff zum 0:3.

Da hatte sich also einen Klassenunterschied offenbart. Und das gegen einen Kontrahenten wie Visp, der zu den besseren Mannschaften der Swiss League gehört. Klar: Die Walliser haben derzeit mit Verletzungspech zu kämpfen. Trotzdem war es beeindruckend, mit welcher Souveränität die Oltner das Geschehen kontrollierten. Die einzige kritische Phase hatten die Powermäuse im mittleren Abschnitt zu überstehen, als sie vier Strafen in Serie nahmen. Eine davon nutzten die Visper zum 1:4 aus, doch selbst zwei längere Phasen in doppelter Unterzahl überstanden die Oltner mehr oder weniger problemlos.

Den ersten von sechs Härtetests bestanden

Dass letzte Drittel war dann wieder eine klare Sache. Knelsen veredelte eine wunderbare Powerplay-Kombination über Philipp Rytz und Garry Nunn zum Endstand von 5:1 für den EHCO. Es war der Schlusspunkt hinter einen souveränen Auftritt. Die Oltner haben den ersten von sechs "Ernstkämpfen" (es folgen nun die Spiele gegen Langenthal, Thurgau, Kloten und zweimal Ajoie) auf beeindruckende Art und Weise bestanden.

Einziger Wermutstropfen war der Ausfall von Verteidiger Dan Weisskopf, der vom Stock eines Mitspielers im Gesicht getroffen worden war. Immerhin konnte er nach dem Spiel nach einer Untersuchung Entwarnung geben: Gebrochen ist nichts. Bleibt aber abzuwarten, ob sich nicht noch Symptome einer Gehirnerschütterung zeigen. Nach Riccardo Sartoris Punktsieg im Faustkampf gegen Fadri Riatsch, welcher für den Tessiner den vorzeitigen Gang unter die Dusche bedeutete, mussten die Oltner am Ende mit nur noch fünf Verteidigern agieren. Selbst das war an diesem Abend kein Hindernis.  

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