Orientierungslauf
800 auf Podestsuche im «Bohärdli»

Mit dem Langenthaler Orientierungslauf wurde im Raume St.Urban die Berner Saison eröffnet. Sowohl am 12. Nacht-OL vom Samstagabend wie am 32. Langenthaler OL am Sonntag hiess die überlegene Siegerin Simone Niggli-Luder.

Armin Leuenberger
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Mit 100 Läufern mehr als im Vorjahr wurde an diesem Wochenende die Berner OL-Saison eröffnet. LEU

Mit 100 Läufern mehr als im Vorjahr wurde an diesem Wochenende die Berner OL-Saison eröffnet. LEU

Solothurner Zeitung

«Orientierungslaufen ist ein Sport, der es zulässt, alt zu werden, ein Spiel sozusagen, welches man dank den verschiedenen Abstufungen bis ins hohe Alter betreiben kann.» Das sagt am Ziel mit dem prächtigen Blick auf das Kloster St.Urban Walter Däpp. Der bekannte Berner Radiomann war vor 41 Jahren OL-Schweizer-Meister. Nach einem längeren Unterbruch infolge einer Hüftoperation vor zwei Jahren will es der Meister von 1970 noch einmal wissen. Lediglich drei Läufe hat er letztes Jahr bestritten, in dieser Saison sollen es etwa 10 werden. Geplant hat er auch die Teilnahme am Mehrtages-OL in Flims im kommenden Sommer. «Eine wunderschöne, flache Strecke, genau das Richtige für den Saisoneinstieg», gibt Däpp ein Lob an die Bahnlegerin Christina Moser.

Däpps Blick auf die Rangliste in der Schulanlage St.Urban zeigt dem Mann mit Glatze und dem silbergrauen Schnauz, dass er vom langjährigen Klubkameraden Roland Hirter um genau eine Sekunde geschlagen wurde. «Das Resultat ist für mich heute absolut zweitrangig», freut sich «Wale» dennoch über den sechsten Rang.

800 Läufer auf Podestsuche

Neben der zweifachen Siegerin Simone Niggli-Luder und den schnellsten Männern Niclas Jonasson aus Belp (32. Langenthaler OL) und Matthias Kyburz aus Möhlin (Nacht-OL), gingen fast 800 weitere Läuferinnen und Läufer an den beiden Tagen auf Postensuche im «Bohärdli». Hinter Sieger Jonasson belegten Severin Howald, OLG Herzogenbuchsee, und Matthias Niggli aus Münsingen die Ehrenplätze. Die jüngste Teilnehmerin war die 8-jährige Mona Ingrisani von der OL-Gruppe Regio Olten, der älteste Starter war mit Jahrgang 1927 der Willisauer Emil Meyer.

Der heimische Wald

Aus Romanel bei Lausanne sind sie am frühen Morgen angereist: Die Familie Matthias und Franziska Stuber-Wyss mit ihren beiden Töchtern hatten im Wald Langenthal Ost sozusagen ein Heimspiel. Franziska ist die Tochter von Laufleiter Hans Rudolf Wyss. Nach über zehn Jahren in den USA lebend, haben sich Franziska, das Mitglied der OLV Langenthal, und ihr Gatte im heimischen Wald gut zurechtgefunden. «Eine sehr genaue, ausgezeichnete Karte hat mir die Aufgabe nicht allzu schwer gemacht. «Ich bin zwar nicht mehr so ehrgeizig wie früher, da und dort erinnerte ich mich aber an frühere Zeiten und habe die Posten verhältnismässig leicht gefunden.» Mit gut 100 Teilnehmern mehr als im Vorjahr zeigte sich auch Laufleiter Hans Rudolf Wyss am Schluss der gut organisierten Läufe sehr zufrieden.

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