Ski alpin
War's das? Feuz scheidet aus, Hirscher wird Dritter im Super-G

Beat Feuz muss im Kampf um den Gewinn des Gesamtweltcups einen herben Rückschlag einstecken. Der Berner stürzte im Super-G von Schladming, während Marcel Hirscher Dritter wurde. Der Italiener Christof Innerhofer gewinnt.

Elia Diehl
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Marcel Hirscher nach seiner Fahrt im Ziel - er weiss um seine gute Leistung.
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Der spätere Sieger: Christof Innerhofer ist sich nach der Zieleinfahrt bereits sicher.
Der frustrierte Weltcup-Leader.
Marcel Hirscher freut sich über seinen dritten Platz.
Vorbei! Feuz kratzte die Kurve nicht.
Die Reaktion von Feuz-Konkurrent Hirscher auf dessen Ausfall.
Beat Feuz ist nach seinem Ausfall verständlicherweise frustiert.
Zufriedenes Nachwuchstalent: Ralph Weber hat seine Weltcup-Premiere mit Bravour überstanden.
Beat Feuz nach seinem Ausfall.
Yes! Aksel Svindal präsentiert die kleine Kristallkugel für den Super G-Weltcup.
Zum letzten Mal: Der «Cuche-Jubel».
Didier Cuche verneigt sich vor dem Publikum, welches den abtretenden Ski-Star gebührend gefeiert.
Didier dankts mit einem Herzchen.
Adieu Monsieur Cuche!
Christof Innerhofer (Mitte) gewinnt den letzten Super G der Saison, flankiert vom Zweiten Alexis Pinturault (links) und dem strahlenden Marcel Hirscher (rechts).
Das war nichts. Beat Feuz ist nach seinem Innenskifehler sichtlich enntäuscht.
Aksel Lund Svindal feiert den Sieg im Super G-Weltcup mit der kleinen Krsitallkugel.
Super G in Schladming

Marcel Hirscher nach seiner Fahrt im Ziel - er weiss um seine gute Leistung.

Keystone

Feuz fuhr nach rund der Hälfte der Strecke zu direkt auf ein Tor zu und schied aus. Zu diesem Zeitpunkt lag der Schweizer bereits hinter seinem engsten Konkurrenten Hirscher zurück. Der Österreicher holte sich in seinem erst vierten Super-G im Weltcup den ersten Podestplatz und machte damit im Gesamtklassement gleich 60 Punkte gut. Feuz führt zwei Rennen vor Saisonende (je ein Riesenslalom und Slalom) mit nur noch 75 Punkten Vorsprung vor Hirscher, der auf Sieger Christof Innerhofer (It) nur sechs Hundertstel einbüsste.

Didier Cuche klassierte sich in seinem letzten Speedrennen im Weltcup zwar als bester Schweizer, aber nur im 9. Rang. Damit blieb der Neuenburger vor Aksel Lund Svindal (16.), dem Führenden in der Disziplinenwertung. Dies reichte Cuche aber nicht, um dem Norweger die kleine Kristallkugel noch wegzuschnappen. Dem zurücktretenden Schweizer fehlten letztlich nur 13 Punkte. (SI)

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So lief das Rennen im Detail:

Das aktuelle Klassement des Gesamt-Weltcups:

1. Beat Feuz SUI 1330

2. Marcel Hirscher AUT 1255

3. Aksel Svindal NOR 1131

Das Klassement des Super G-Weltcups:

1. Aksel Svindal NOR 413

2. Didier Cuche SUI 400

3. Beat Feuzm SUI 368

Das Schlussklassement des Super G in Schladming:

1. Christof Innerhofer ITA 1:21,24

2. Alexis Pinturault FRA 0.02 zurück

3. Marcel Hirscher AUT 0.06

4. Matteo Marsaglia ITA 0.22; 5. Benjamin Raich AUT 0.29; 5. Hannes Reichelt AUT 0.29; 7. Matthias Mayer AUT 0.47; 8. Kjetil Jansrud NOR 0.48; 9. Didier Cuche SUI 0.77; 10. Ted Ligety USA 0.83; 11. Georg Streitberger AUT 0.96; 12. Jan Hudec CAN 1.03; 13. Andreas Romar FIN 1.08; 13. Didier Défago SUI 1.08; 15. Romed Baumann AUT 1.14; 26. Beat Feuz SUI DNF; 27. Andrew Weibrecht USA DNF

Der Riesenslalom findet am Samstag statt.

Beat Feuz: «Ich habe mich sehr gut gefühlt bis zum Ausfall und bin natürlich sehr enttäuscht über meinen Innenskifehler.» Feuz gibt aber nicht auf und möchte seinem Konkurrenten Hirscher den Gesamtweltcup nicht kampflos überlassen. «Ich muss jetzt einfach schauen, dass ich im Riesenslalom eine gute Leistung bringe, damit Marcel [Hirscher, Anm.d.Red] zwei Rennen braucht.»

Marcel Hirscher ballt die Faust und jubelt. Mit dem dritten Rang macht er 60 Punkte gut auf den Schweizer Weltcup-Leader Beat Feuz. Der Österreicher hat es nun selbst in der Hand. Feuz hat nur noch einen Vorsprung von 75 Punkten.

Aksel Svindal feiert im Zielraum mit den kleinen Kristallkugel in der Hand den Sieg im Super G-Weltcup.

Christoph Innerhofer fährt in seiem letzten Rennen der Saison erstmals zu oberst aufs Podest.

Der letzte Fahrer: Ted Ligety. Der Riesenslalom-Spezialist fährt stark und hält oben mit den Besten mit. Er verliert nur 22 Hundertstel. Im Ziel wird es der gute zehnte Rang.

Der Amerikaner Andrew Weibrecht scheidet schon ganz oben aus. Er rutscht in den ersten Toren auf dem Innenski weg.

Nummer 25: Stephan Keppler. Der einzige Deutsche im Startfeld kann mit den Besten nicht mithalten und wird 22.

Der Routinier hält sich aber wacker und fährt auf den 12. Rang.

Auch Défago hat nach der ersten Zwischenzeit bereits eine grosse Hypothek von 0,73 Sekunden.

Diese Saison hat er es im Super G nie unter die ersten Zehn geschafft.

Didier Défago ist als letzter Schweizer unterwegs.

Zurbriggen landet abgeschlagen auf dem letzten Platz.

Doch schon im oberen Streckenteil verliert der Walliser 93 Hundertstel. Die Piste wird oben wegen der Wärme immer langsamer.

Kann er die enttäuschende Saison versöhnlich abschliessen?

Als 23. fährt der vierte Schweizer: Silvan Zurbriggen.

Beim zweiten Heimrennen fährt er jedoch nur auf den 15. Rang. Nach dem gestrigen Sieg im Abfahrts-Weltcup wird ihm dies wohl egal sein.

Der Sieger der Abfahrts-Kristallkugel Klaus Kröll steht am Start.

Doch auf der langsamer werdenden Piste dreht der Kanadier in den Toren deutlich zu viel und wird Elfter.

Er startet sehr gut und verliert nur 14 Hundertstel.

Der zweite Kanandier im Rennen: Jan Hudec.

Hirscher hält sich noch immer wacker auf dem dritten Platz und wird auf Beat Feuz massiv Punkte gut machen.

Heute reichts nur für den achten Rang.

Der Norweger Kjetil Jansud kann auf das Podest fahren, wie er in Kvitfjell bewiesen hat.

Bei der Ausfahrt aus der Kurve gerät er auf kleinen Welle aus der Balance, kreuzt die Skis leicht und rutscht weg.

Und dann der Schock: Beat Feuz scheidet aus!

Oben ein Rückstand von 0,41 Sekunden.

Beat Feuz ist unterwegs!

Andrien Theaux fährt mit einem riesigen Rückstand auf den 16. Rang.

Das Publikum feiert den Abtretenden gebührend im Ziel.

Schafft er es in die vorderen Ränge? Nein, es wird am Ende der 8. Rang. Die kleine Kristallkugel ist weg.

Keine Fehler, eine solide saubere Fahrt - ganz im Stile des Didier Cuche.

Er hält sich besser als Svindal.

Didier Cuche auf seine Abschiedsfahrt! Kann er noch einmal eine Kristallkugel gewinnen?

Früh verliert der Norweger schon 65 Hundertstel. Am Schluss landet er auf dem 11. Rang und riskiert sogar noch aus den Punkterängen zu fallen.

Nummer 16: Der Leader des Super G-Weltcups Aksel Svindal hat nicht seinen besten Tag erwischt.

Hannes Reichelt ist der zweitletzte Österreicher heute. Er egalisiert die Zeit des zuvor gefahrenen Raich und klassiert auch auf dem fünften Zwischenrang.

Benjamin Raich Fährt oben noch mit den Besten mit, verliert unten aber und fällt auch noch hinter Hirscher zurück. Es wird Rang 5 mit einem Rückstand von 0,29 Sekunden.

Guay kommt überhaupt nicht in Fahrt, er rutscht zu stark in den Kurven und verliert immer mehr Zeit. Im Ziel bleibt nur Rang 10.

Erik Guay greift nun die Bestzeit von Innerhofer an. Der Kanadier enttäuscht aber, bereits nach 30 Sekunden verliert er 0,86 Sekunden auf den Führenden.

Auch der Finne Andreas Romar fällt von Beginn weg deutlich hinter das Spitzentrio. Der Rückstand vergrössert sich bis ins Ziel auf 1.08 Sekunden.

Der Hüne steht zu hart auf den Kanten und verliert schnell und kontinuierlich Zeit. Im Zielhang ein grober Schnitzer - es bleibt nur Rang neun.

Der sechste Österreicher ist auf der Piste: Joachim Puchner. Kann er Hirscher verdrängen?

Marcel Hirscher ist nach wie vor auf dem dritten Zwischenrang

Die Nummer 10: Matthias Mayer verliert schon früh Zeit auf den führenden Innerhofer und fällt im Ziel auf den fünften Platz zurück.

Der Österreicher Max Franz reiht sich auch hinter Marcel Hirscher ein.

Mit Christoph Innerhofer fährt wieder ein Österreicher auf den ersten Platz, jedoch nur mit einem knappen Vorsprung von 2 Hundertstel. Die neue Richtzeit: 1:21:24

Der siebte Fahrer: Matteo Marsaglia schafft es nicht an die Spitze und klassiert sich noch hinter Hirscher. Zwei Zehntel fehlen ihm auf Pinturault.

Er fährt mit einer Zeit von 1:23.40 auf den fünften Rang, sein Rückstand auf die Spitze beträgt 2.14 Sekunden. Doch er kann mit seiner ersten Weltcupfahrt zufrieden sein.

Der Schweizer Juniorenweltmeister Ralf Weber ist als sechster Fahrer unterwegs und feiert seine Weltcuppremiere.

Der gute französische Abfahrer Alexis Pinturault erfüllt die Erwartungen und übernimmt vor den drei Österreichern die Spitze. Die Leistung von Hirscher gilt es aber zu würdigen, denn er verliert auf den Franzosen nur vier Hundertstel.

Bisher haben es nur Österreicher ins Ziel geschafft.

Der Italiener Peter Fill verpasst als vierter Fahrer nach einem Schnitzer ein Tor und scheidet aus.

Romed Baumann ist schon der dritte von acht Österreichern welche am Start sind. Doch auch er schafft es nicht die Zeit von Marcel Hirscher zu knacken. Er fährt auf den dritten Rang mit einem Rückstand von 1.08 Sekunden.

Der Techniker zeigt eine souveräne und starke Leistung und nimmt seinem Landsmann 9 Zehntelsekunden ab. Er kommt mit einer Zeit von 1:21.30 ins Ziel.

Marcel Hirscher geht als Zweiter ins Rennen.

Streitberger setzt eine erste Richtzeit mit 1:22.20.

Die Schweizer fahren mit den Startnummern 6 (Weber), 17 (Cuche), 19 (Feuz) und 24 (Défago).

27 Fahrer sind heute Morgen am Start des letzten Super G der Saison. Los geht es nun mit dem Österreicher Georg Streitberger.

Auch der Kampf um die kleine Kristallkugel im Super G ist noch offen. Das Klassement führt Aksel Svindal mit 413 Punkte an. Auch die dahinter platzierten Schweizer Cuche (371 Punkte) und Feuz (368) haben noch Chancen auf den Gewinn der kleinen Kristallkugel im Super G. Jedoch reicht dem Norweger Svindal ein dritter Platz zum Entscheid des Duells.

Marcel Hirscher ist heute gefordert. Der Technikspezialist muss heute zwingend in die Punkte fahren - sprich sich unter den ersten 15 platzieren. Um 9.30 Uhr geht es los!

In der gestrigen Abfahrt in konnte Beat Feuz im Kampf um die grosse Kristallkugel vorlegen. Heute Morgen kann der Schweizer im Super G des Weltcupfinales in Schladming frühzeitig den Gesamtweltcup für sich entscheiden. Sein grösster Kontrahent Marcel Hirscher (1195 Punkte) liegt derzeit 135 Punkte zurück. Auf dem dritten Rang ist derzeit Aksel Svindal (1131 Punnkte) platziert. Wenn Feuz (1330 Punkte) heute 80 Punkte mehr holt als sein österreichischer Herausforderer, darf der Schweizer schon vor Ende des Weltcupfinales die grosse Kristallkugel in die Höhe stemmen.

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