Mauro Caviezel sicherte sich im Februar 2017 an den Heim-Weltmeisterschaften in St. Moritz die Bronzemedaille. Doch im Weltcup hat es für den 30-Jährigen mit einer Podestplatzierung in der Kombination noch nicht geklappt. Die entscheidenden Hundertstel liess Caviezel in seiner Spezialdisziplin Abfahrt liegen.

Mauro Caviezel, Sie zeigten in der Kombination eine starke Leistung im Slalom. In der Endabrechnung fehlten Ihnen elf Hundertstel zum 3. Platz. Dieses Podest haben Sie in der Abfahrt vergeben, nicht wahr?

"So ist es. Diese elf Hundertstel könnte ich schnell finden, es war keine ideale Abfahrt. Vor allem im Gleiterstück verliere ich viel Zeit, das muss ich vor der Abfahrt vom Samstag noch analysieren."

Welche Rolle spielte, dass Sie sich nach dem Slalom körperlich nicht mehr top fühlten?

"Nach dem Slalom kamen Rückenprobleme auf. Dank des Adrenalins ging es in der Abfahrt dann schon. Aber nun muss ich schauen, dass ich für die Spezial-Abfahrt wieder möglichst fit werde. Nicht zu lange Interviews geben, das soll helfen."

Helfen kann auch der Physiotherapeut. Was liegt in der Lauberhorn-Abfahrt für Sie drin?

"Alles ist möglich. Das Grundgefühl stimmt eigentlich. Das Rückenproblem sollten wir bis morgen auch hinkriegen. Wie gesagt muss ich auch die Passagen analysieren, in denen ich in der Kombi-Abfahrt zu viel Zeit verloren habe. Das nehme ich dann für Samstag mit. Möglichst locker losfahren, dann schauen wir mal, zu was es reicht. Ich bin selber gespannt."

Auf dem Podest der Kombination stehen drei starke Slalom-Fahrer, die aber auch in der Abfahrt überzeugen konnten.

"Das war noch speziell heute. Einige Slalom-Spezialisten haben wirklich eine gute Abfahrt gezeigt. Andere wiederum hatten im Slalom überraschend viel Mühe. Fast ein bisschen vertauschte Rollen, so kam es mir vor."