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Sion wehrt sich tapfer, aber YB behält die Oberhand

Der Berner Christoper Martins bejubelt den entscheidenden Treffer zum 2:1.

Der Berner Christoper Martins bejubelt den entscheidenden Treffer zum 2:1.

Die Berner bezwingen einen Gegner in Unterzahl dank zweier Tore in den letzten Minuten 3:1 und sind im Cupfinal.

Am Ende tun einem die Spieler des FC Sion fast etwas leid. Mit einem riesigen Kämpferherzen hatten sie sich an diesem brütend heissen Sommernachmittag gegen manche Unbill gewehrt. Sie waren zehn Minuten vor Schluss durch den Letten Roberts Uldrikis aus dem Nichts zum Ausgleich gekommen, und weil im Halbfinal aufgrund der besonderen Bedingungen in der Coronazeit auf eine Verlängerung verzichtet wird, winkte den Wallisern plötzlich die Chance, mittels eines Penaltyschiessens in den Final einzuziehen. Dann aber, 45 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit, nickte Einwechselspieler Christopher Martins eine Cornerflanke von Marvin Spielmann zum 2:1 ins Tor. Der dritte YB-Treffer von Felix Mambimbi in der 95. Minute war dann noch Zugabe.

Nach dem dritten Meistertitel in Serie winkt den Young Boys damit am 30. August der erste Cupsieg seit 33 Jahren und das erste Double nach 58 Jahren. Gegner wird der Sieger des zweiten Halbfinals sein, der am 25. August im St.Jakob-Park zwischen Basel und dem FC Winterthur aus der Challenge League ausgespielt wird.

Eigentlich war es gestern für den FC Sion eine Mission Impossible gewesen. Ohne ihren besten Spieler Pajtim Kasami angetreten, verloren die Walliser noch vor der Pause ihren Aufbauer Christian Zock durch einen Platzverweis. Sie mussten danach beim heimstärksten Schweizer Team und Temperaturen von über 30 Grad im Schatten mehr als die Hälfte des Spiels in Unterzahl bestreiten. Doch obwohl neben Kasami mit dem formstarken Innenverteidiger Jan Bamert schon nach 38 Minuten ein zweiter Leistungsträger nicht mehr zur Verfügung stand, verloren die Sittener nie die Organisation. Auch dann nicht, als Jean-Pierre Nsame 20 Minuten vor Schluss die Berner mit dem 1:0 zu erlösen schien. Dass Gelb-Schwarz nach dem 1:1 noch einmal zusetzen konnte, war vor allem der hervorragend besetzten Ersatzbank mit Miralem Sulejmani, Spielmann, Mambimbi und Martins geschuldet.

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