Tennis

Serbische Premierministerin nimmt Djokovic in Schutz: «Wir sind schuld, nicht Novak»

Novak Djokovic steht nach mehreren Coronavirus-Fällen bei seiner Adria Tour in der Kritik. Premierministerin Brnabic nimmt die Verantwortung auf sich.

Novak Djokovic steht nach mehreren Coronavirus-Fällen bei seiner Adria Tour in der Kritik. Premierministerin Brnabic nimmt die Verantwortung auf sich.

Nachdem sich Novak Djokovic und seine Frau bei der umstrittenen Adria-Tour mit dem Coronavirus angesteckt haben, steht der Tennis-Star in der Kritik. Jetzt erhält er Rückendeckung von höchster Stelle.

(watson.ch/dab) Seit dem Ausbruch des Coronavirus bei der Adria Tour steht Tennisspieler Novak Djokovic weltweit in der Kritik. Die Weltnummer 1 sei fahrlässig mit den Schutzmassnahmen umgegangen, so der allgemeine Tenor. Nun nimmt die serbische Premierministerin Ana Brnabic den Spieler in Schutz. Es sei nicht sein Fehler gewesen, so Brnabic gegenüber dem TV-Sender «PinkTV».

«Er wollte etwas Gutes tun für die ganze Region. Er wollte jungen Tennisspielern helfen und Geld für einen guten Zweck sammeln», erklärt Brnabic. Sie hätte es lieber, wenn man die Schuld auf sie schieben würde, so die Premierministerin weiter: «Ich würde es toll finden, wenn ich als die Schuldige angesehen werde und man Novak in Ruhe lässt. Es ist unser Fehler, wir haben die Massnahmen gelockert. Wenn wir das nicht gemacht hätten, wäre das Turnier nicht durchgeführt worden. Djokovic hat auf unsere Empfehlungen gehört.»

Djokovic war vor allem dafür kritisiert worden, dass sich während des Turniers niemand an Social Distancing gehalten hatte. Sowohl an den Spielen als auch an öffentlichen Events waren viele Zuschauer dabei, die Spieler selbst hielten sich ebenfalls nicht konsequent an den Sicherheitsabstand.

Zuletzt wurden vier Spieler, Grigor Dimitrov, Borna Coric, Viktor Troicki und Djokovic selbst sowie einige Betreuer und Trainer positiv auf das Coronavirus getestet. Danach wurde der Rest der Adria Tour abgesagt.

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