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Schweizer Fussballer ärgern die Deutschen – das gab beim 1:1 zu reden

Die Schweiz macht gegen den grossen Nachbarn aus Deutschland vieles richtig und müsste gewinnen. Das gab zu reden.

Die Tore

14. Minute, 0:1, Gündogan: Die Schweizer bringen den Ball im Strafraum nicht weg, aus der zweiten Reihe kommt Ilkay Gündogan und bringt Deutschland mit dem ersten Schuss des Spiels gleich in Führung.

57. Minute, 1:1, Widmer: Der Rechtsverteidiger belohnt sich für seinen couragierten, tollen Auftritt. Embolo trägt den Ball nach vorne und spielt ihn quer in die gefährliche Zone, wo Widmer direkt und ziemlich sehenswert in die untere Ecke verwertet.

Das Spiel

Es dauerte einige Zeit, bis die Partie Fahrt aufnahm. Dass Deutschland bereits früh führte, war keineswegs zwingend. Aber es dauerte auch 21 Minuten, bis die Schweizer erstmals so etwas wie eine Halbchance hatten, Benito traf das Tor nicht.

Doch diese Aktion war der Auftakt für 25 sehr starke Schweizer Minuten. In denen eigentlich nur ein Tor fehlte. Widmer testete den deutschen Torhüter Leno ein erstes Mal per Kopf Dann vergaben Steffen und Seferovic innert drei Minuten zwei Grosschancen. Es folgten sehenswerte Schüsse von Seferovic, Embolo und Xhaka, Seferovic traf einmal gar noch den Pfosten. Und zwischendurch hatten die Schweizer Glück, dass Sommer gegen Draxler mirakulös das 0:2 verhinderte.

Das Spiel wurde vor der Halbzeit mit jeder Minute besser. Es war unterhaltsam, es waren schöne Kombinationen zu sehen, manchmal auch Dribblings, vor allem auf deutscher Seite.

In der zweiten Halbzeit mussten die Schweizer einige Minuten leiden, ehe sie wieder stärker wurden. Das Tor von Widmer war folgerichtig. Und danach war das Team von Petkovic dem Sieg eher näher als Deutschland. Kurz vor Schluss holte der eingewechselte Vargas noch einen Freistoss heraus – der Ball von Akanji flog in die Mauer, ehe Xhaka per Kopf nur ganz knapp scheiterte.

Das gab zu reden

Es wäre wahrscheinlich eines der schönsten Eigentore der Geschichte geworden – zum Glück für Djibril Sow landete sein Rückpass, der zum Lob geriet im Aussennetz statt im Tor.

In Zeiten von Corona, wo jedes noch so kleine Geräusch auf dem Platz wegen den fehlenden Zuschauer bestens zu hören ist, fällt auch auf, was die Spieler einander so zurufen. Beispiel: Captain Xhaka weist Embolo mehrfach darauf hin, dass sich dieser doch bitte ein bisschen mehr in der Defensive engagieren soll.

Breel Embolo zeigte einen sehr engagierten Auftritt. Nicht immer gelang ihm alles, aber die Tendenz ist erfreulich. Doch in der 70. Minute endete das Spiel für ihn abrupt, als ihn Ginter, Teamkollege bei Mönchengladbach, rüde foulte und er ausgewechselt werden musste.

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