Saisonstart in der Nationalliga A
Der Rollhockeyclub Uri nimmt die Playoffs ins Visier

Der RHC Uri kompensiert gewichtige Abgänge mit zwei prominenten Neuverpflichtungen und einer Reaktivierung.

Urs Hanhart
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Der RHC Uri (Joshua Imhof, links) steigt zuversichtlich in die Saison.

Der RHC Uri (Joshua Imhof, links) steigt zuversichtlich in die Saison.

Nach einer rund zehnmonatigen Pause, verursacht durch die Coronapandemie, wird endlich wieder Rollhockey gespielt. Der RHC Uri muss in der Startrunde der Nationalliga A am Sonntag (17 Uhr) auswärts gegen den RHC Wimmis antreten. Zur Zielsetzung im Auftaktmatch sagt Vereinspräsident Stefan Gisler: «Das ist ein Gegner, den wir packen müssen. Unser Ziel ist der Einzug in die Playoffs. Gegen Mannschaften wie Wimmis, die zum Kreis der Aussenseiter gezählt werden, sollten wir tunlichst keine Punkte liegen lassen.»

Die Urner wollen also vorne mitmischen, obwohl es während der langen Pause innerhalb des Kaders einen ziemlich grossen Umbruch gab. Alle drei Ausländer haben dem Verein den Rücken gekehrt. André Costa hat seine lange Karriere beendet, Felipe Sturla ist mit seiner Familie ins Tessin gezogen. Zudem ist der südafrikanische Nationalkeeper Ricardo Figueiredo zum Gotthard-Rivalen RC Biasca zurückgekehrt.

Verein hat Ausländern einen Job vermittelt

Aber die Vereinsverantwortlichen sind auf dem Transfermarkt keineswegs untätig geblieben. Nicht zuletzt dank der Vermittlung von Costa, der in seiner Heimat Portugal seine Kontakte spielen liess, ist es gelungen, zwei interessante Spieler zu verpflichten: André Moreira, der bisher als Profi beim portugiesischen Spitzenverein Turquel spielte, sowie David «Esteves» Goncalves, der bei einem Drittdivisionsklub engagiert war. Beide neuen Ausländer werden auch noch einem Job nachgehen, den ihnen der RHC Uri vermittelt hat. «In Portugal werden keine guten Löhne mehr bezahlt. Moreira verdient jetzt dank dem Job mehr als zu seinen Profizeiten in seiner Heimat. Das war natürlich ein Anreiz, zu uns zu kommen», verrät Gisler, und er fügt noch an: «Beide Akteure absolvierten ein Probetraining und vermochten zu überzeugen. Mittlerweile haben sie sich schon gut eingelebt.»

Als Trainer amtet weiterhin Carlos Sturla, der gemäss Gisler einen «sehr guten Job» macht. Reaktiviert werden konnte Gaolie Roman Gisler. Die Nummer eins zwischen den Pfosten aber bleibt Nationalkeeper Marc Blöchlinger.

Erstes Heimspiel gegen Topfavorit Diessbach

Zur Vorbereitung bestritten die Urner am letzten Wochenende den Branduhren-Cup in Wimmis. Dort schafften sie nach zwei knappen Siegen über den französischen Vertreter CP Roubaix und das Schweizer U23-Nationalteam sowie einer 1:2-Niederlage gegen die deutsche U23-Auswahl den Sprung in den Halbfinal. Im Kampf um den Endspieleinzug unterlag der RHC Uri dann dem NLA-Vertreter Dornbirn mit 0:3. Die Vorarlberger gewannen das Turnier mit einem 4:2-Finalsieg gegen das U23-Nationalteam von Deutschland.

RHC-Uri-Präsident Stefan Gisler ist zuversichtlich, dass sein Fanionteam keineswegs an Qualität eingebüsst hat. Er betont: «Ich schätze die Mannschaft sogar eher etwas stärker ein als in der letzten Saison. Das Team ist zusammengewachsen und die Jungen haben an Erfahrung zugelegt. Ich bin jedenfalls zuversichtlich, dass wir ein gewichtiges Wort bei der Vergabe der Playoff-Plätze mitreden können.»

Genau gleich wie beim RHC Uri gab es während der Coronapause auch bei den meisten anderen NLA-Klubs zum Teil sehr grosse Umbrüche. Dazu sagt Gisler: «Der eine oder andere Verein hat sicherlich etwas an Substanz eingebüsst. Eine genaue Einschätzung ist allerdings sehr schwierig. Topfavorit auf den Titel ist für mich ganz klar der RHC Diessbach, dem es gelungen ist, sich weiter zu verstärken.» Genau auf dieses Diessbach trifft Uri im ersten Heimspiel, das am 25. September in der Seedorfer Rollhockeyarena ausgetragen wird. Zugang zur Halle erhält übrigens nur, wer ein Zertifikat vorweisen kann.

Rollhockey, NLA. Sonntag, 17.00 (Herrenmatte): Wimmis – Uri.

Verlosung

Unsere Zeitung verlost zwei Saisonkarten für die NLA-Heimspiele des RHC Uri. Ausserdem werden pro Heimspiel zehn Gratiseintritte verschenkt. Die Saison mit insgesamt 17 Spielen dauert bis zum 6. März 2022. Die Teilnehmer an der Verlosung schicken ihre vollständige Adresse und Telefonnummer per E-Mail an redaktion@urnerzeitung.ch, damit die Tickets per Post verschickt werden können. Teilnahmeschluss: 20. September. (mah)

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