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Swiss Central Basketball zahlt Lehrgeld

Die Zentralschweizer verlieren gegen Meister Fribourg mit 63:81. Der Trainer sieht dennoch einen positiven Aspekt.

Stephan Santschi
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Swiss-Central-Trainer Orlando Bär: «Der Druck von Fribourg war riesig.»

Swiss-Central-Trainer Orlando Bär: «Der Druck von Fribourg war riesig.»

Bild: Dominik Wunderli

Am Mittwoch eliminierte Swiss Central den Titelverteidiger Genf sensationell im Schweizer Cup, am Samstag in der NLA-Meisterschaft blieb den Zentralschweizern ein weiterer Coup gegen ein anderes Topteam verwehrt: Meister Fribourg war zu stark, gewann am zehnten Spieltag in der Luzerner Staffeln-Halle mit 81:63. «Anfang Saison hätten wir gegen einen solchen Gegner noch mit 50 Punkten verloren», sagte Swiss-Central-Trainer Orlando Bär mit Blick auf den Spielverlauf. «Ich bin stolz, dass wir gekämpft haben und uns nicht so leicht aus der eigenen Halle schiessen liessen.»

Der Auftakt war dem Heimteam gründlich missglückt. Zwar fanden sie schwungvoll ins Spiel, Michael Phillips brachte sein Team mit einem Dunk in Führung (6:5), Joël Fuchs verkürzte später mit einem präzisen Wurf aus der Dreipunkte-Zone auf 11:13. Dann aber riss der Faden, und zwar komplett. Bis zum Ende des ersten Viertels traf Swiss Central den Korb nicht mehr, geriet mit 11:24 ins Hintertreffen. «Fribourg versteht es in dieser Liga wie kein anderer, Druck von allen Positionen auszuüben. Es hat uns in die Enge getrieben», bemerkte Bär, der die Partie krankheitsbedingt zu Hause verfolgte und das Coaching Assistenztrainer Zoran Popovic überliess.

Die Spieler von Swiss Central wirkten in dieser Phase ratlos, rangen mit der Umklammerung der Gäste, die ihnen im Angriff um die Ohren flogen und in der Defensive wie Magnete an ihnen klebten. Zweimal liess sich Swiss Central gleich nach dem Anspiel von der eigenen Grundlinie das Spielgerät abluchsen, weitere Bälle wurden verstolpert oder verpassten den auserkorenen Abnehmer deutlich. «Der Druck war riesig», stellte Bär fest. «Ich wurde vor dem Bildschirm nervös.»

Das Heimteam hält den Schaden in Grenzen

Keine Hilfe war die krankheitsbedingte Absenz von Spielmacher Antwoine Anderson, der dem Auftritt der Zentralschweizer die dringend benötigte Schlitzohrigkeit appliziert hätte. Die Partie war so früh entschieden, in der Halbzeit stand es 23:42, doch gehen liess sich das Heimteam nicht. «Wir hielten den Schaden in Grenzen. Das zeigt, dass wir auch ohne einen unserer Profis einen Schritt weitergekommen sind», bilanzierte Bär. Am kommenden Samstag in Monthey will man nun das Meisterschaftsjahr positiv abschliessen. Der Gegner steht zwar am Tabellenende, findet aber allmählich in den Rhythmus, weshalb Bär mit einer «harten Nuss» rechnet.

Swiss Central – Fribourg 63:81 (23:42)
Staffeln. – 300 Zuschauer. – Swiss Central: Plüss (1), Fuchs (9), Leemans (14), Lehmann (8), Phillips (22); Nana (9), Schärer, Mitrovic, Ganic.

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