Seeclub Stansstad erobert drei Goldmedaillen auf dem Rotsee

Die Schweizer Meisterschaften verlaufen für den Seeclub Stansstad erfolgreich. Vor allem die U17-Ruderer zeigen ihre Klasse.

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Der erfolgreiche U17-Doppelvierer, von links: Ammon Aenishänsli, Alexander Bannwart, Gian Luca Egli, Rodrigo Costanzo.

Der erfolgreiche U17-Doppelvierer, von links: Ammon Aenishänsli, Alexander Bannwart, Gian Luca Egli, Rodrigo Costanzo.

Bild: PD

Über zwei Monate nach dem üblichen Zeitpunkt fanden am Wochenende vom 18. bis 20. September die Schweizer Meisterschaften im Rudern auf dem Luzerner Rotsee statt. Alle Rennen wurden dabei auf drei Tage statt der üblichen zwei verteilt. Und die ganze Infrastruktur wurde mit Zäunen abgesperrt, damit die Coronamassnahmen eingehalten werden konnten und nur eine begrenzte Anzahl Personen sich auf dem Areal befinden kann. Trotz dieses Mehraufwandes hat der Schweizer Ruderverband gute Arbeit geleistet und die Titelwettkämpfe dieses Jahr doch noch ermöglichen können.

Die nationale Rudersaison ist im Juli normalerweise beendet. Dieses Jahr hat bis zu dieser Zeit noch keine Regatta stattgefunden, so mussten sich die Athleten von März bis Mai und ohne jegliche Wettkämpfe fit halten. Nichtsdestotrotz war die Stansstader Equipe auch dieses Jahr am Start der Schweizer Meisterschaften und mit insgesamt zehn Booten vertreten.

Am Freitag starteten die Jüngsten der U15-Kategorie, in der Stansstad bei den Knaben und Mädchen jeweils im Einer vertreten waren. Jan Zumstein konnte sich im Vorlauf gegen die physisch stärkeren Gegner nicht durchsetzen und schied trotz beherztem Rennen im Vorlauf aus. Die 12-jährige Noelia Peralta ruderte nach einem souveränen Vorlauf auf den sechsten Platz. Ebenfalls am Freitag fanden die Rennen der Masters statt, welche aus Stansstader Seite durch Jürgen Träger vertreten wurde. Er könnte sich in einem engen Rennen gemeinsam mit Kurt Struzina (Seeclub Zug) knapp hinter den Siegern den zweiten Rang ergattern. Im Einer wurde er ebenfalls zweiter.

Jan Schäuble siegt souverän im Einer

Der Samstag und der Sonntag waren dann ganz auf die Rennen der Kategorien U17, U19 und Elite ausgerichtet. Jan Schäuble, der vom 9. bis 11. Oktober die Schweiz an der EM in Poznan im Leichtgewichtsdoppelzweier vertritt, gab sich keine Blösse und qualifizierte sich sowohl im Leichtgewichtseiner als auch im Doppelzweier mit Joel Schürch von Seeclub Sursee für den Final. Im Einer spielte Schäuble seine ganze Klasse aus und holte souverän den Schweizer-Meister-Titel für den Seeclub Stansstad. Im Doppelzweier konnte das Duo im Final gegen die weiteren Kaderathleten nicht ganz mit den Schnellsten mithalten und klassierte sich auf Rang fünf.

In der Altersklasse U17 standen vier Stansstader im Mittelpunkt. Alexander Bannwart und Ammon Aenishänsli ruderten im Doppelzweier nach erfolgreicher Qualifikation im Vorlauf und Halbfinal im Finallauf auf den dritten Platz und sicherten sich so die bronzene Medaille. Im Einer musste der noch 15-jährige Rodrigo Costanzo am Samstagabend in seinem dritten Rennen den schwindenden Kräften Tribut zollen und verpasste das A-Final. Er erzielte den neunten Schlussrang von 31 gemeldeten Junioren.

Gian Luca Egli überzeugt im Skiff

Gespannt war man auf Gian Luca Egli, der im vergangenen Jahr je eine Silbermedaille im Einer und im Doppelzweier gewinnen konnte. Fokussiert ging er am Sonntagmorgen mit seinem Skiff an den Start und eroberte souverän den Meistertitel der Junioren U17. Er wird am 26. und 27. September die Schweiz an der Junioren-EM in Belgrad im Doppelzweier der U19 vertreten.

Am Ende des Tages setzten sich die vier U17-Ruderer des Seeclubs Stansstad noch in den Doppelvierer. Alle hatten bereits einige Rennen in den Beinen und mussten ihre letzten Kraftreserven anzapfen. Nach einem guten Start und einem konstanten ersten Streckenteil zündeten sie auf den letzten 500 m noch einmal den Turbo, fuhren der Konkurrenz über eine Bootslänge davon und gewannen damit die dritte Goldmedaille für die Nidwaldner. Hier zahlte sich das Coronatraining des neuen Trainerduos Helena Hlasova und Aaron von Ballmoos definitiv aus.

Der Saisonhöhepunkt aus rudertechnischer Sicht ist nun vorbei. Für den Seeclub Stansstad steht über den Winter nebst dem Training für die kommende Saison ein besonderes Projekt an: Das 65-jährige Klubhaus wird komplett renoviert. Deshalb stehen am 10. Oktober für alle Interessierten die Türen des Bootshauses offen. Beim Sponsorenrudern besteht die Möglichkeit, den Ruderbetrieb des Seeclubs näher kennen zu lernen. (pd)

Mehr Informationen: seeclubstansstad.ch

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