Unihockey
Die Sarner schlittern mit Ansage in die Zitterpartien

Ad Astra Sarnen verliert zwei Mal deutlich gegen Langnau und muss den Gang in die Abstiegsspiele antreten.

Drucken
Ad Astra Sarnens Cornel von Wyl versucht den Langnauer Marc Wüthrich aufzuhalten.

Ad Astra Sarnens Cornel von Wyl versucht den Langnauer Marc Wüthrich aufzuhalten.

Bild: Pius Amrein (Sarnen, 11. März 2022)

Die Vorzeichen standen definitiv schon besser aus Sicht von Ad Astra Sarnen, als vor dem wichtigen vierten Playout-Spiel gegen die Tigers Langnau am Freitagabend. Gleich auf deren zehn Spieler musste Ad Astra-Headcoach Tomas Chrapek verzichten. Sechs noch bei den U21-Junioren spielberechtigten Spieler fehlten, da die ältesten Junioren an diesem Wochenende zwei wichtige Aufstiegsspiele bestreiten. Daneben schmerzte besonders die Abwesenheit von Leistungsträger und Captain Erik Oweling, der aus familiären Gründen kurzzeitig für ein Wochenende in die Heimat nach Schweden reiste. Chrapek war durch die vielen Absenzen gezwungen, seine gewohnten Formationen durcheinander zu wirbeln und das Matchblatt mit zwei Oldies aus der zweiten Mannschaft aufzufüllen.

An der Bedeutung des Spiels änderte die dünne Personaldecke bei den Sarnern freilich wenig: Ein weiterer Heimsieg war gefordert, um am Sonntag in Spiel fünf in Langnau nicht schon mit dem Rücken zur Wand zu stehen.

Langnau dominiert harmlose Sarner

Den erhofften zweiten Sieg in der Playout-Serie verpassten die Obwaldner jedoch deutlich: 1:8 lautete das klare Schlussverdikt zu Gunsten der Gäste aus dem Emmental. In so ziemlich allen Belangen waren die Langnauer den Sarnern an diesem Abend überlegen. Dies sah auch Tomas Chrapek nicht anders:

«Bis zur Spielmitte war unsere Leistung ok. Aber je länger das Spiel dauerte, desto mehr zogen uns die Tigers davon. Uns wurde klar aufgezeigt, dass wir eine Top-Leistung benötigen, um die Tigers zu besiegen. Davon waren wir weit entfernt.»

An ihrer Spielidee änderten die Langnauer im vierten Spiel der Serie nichts. Sie liessen den Sarnern beim Spielaufbau wenig Raum und Zeit. Die Folge: Ad Astra hatte Mühe, mit kontrolliert vorgetragenen Vorstössen vor das Tor der Gäste zu kommen. Stattdessen erfolgten viele Aktionen überhastet, einfache Ballverluste liessen das Heimteam Mal für Mal den Modus wieder auf Verteidigung stellen. In der Offensive fielen die Tore für die Langnauer in mehr oder weniger regelmässigen Abständen. Getreu dem Motto: Steter Tropfen höhlt den Stein. Der Sieg für die Emmentaler war darum nie ernsthaft in Gefahr in diesem Spiel.

Schiffbruch am Sonntag in Biglen

Zum Abschluss der Playout-Serie kassierte Ad Astra Sarnen am Sonntag eine veritable Klatsche. Die Tigers kannten kein Pardon und kanterten die Obwaldner gleich mit 17:3 nieder. Der letzte Strohhalm Hoffnung, doch noch ein weiteres Spiel in der Serie zu erzwingen, war spätestens nach den ersten 20 Minuten geknickt. 4:0 führten die Emmentaler zu diesem Zeitpunkt. Später spielten sie sich in einen veritablen Rausch und liessen die Sarner Mal für Mal ganz alt aussehen.

Somit sind die Auf-/Abstiegsspiele für Ad Astra Sarnen Tatsache. Welches ambitionierte Team aus der NLB den Sarnern ab dem übernächsten Wochenende gegenüberstehen wird ist noch unklar. Aller Voraussicht nach dürfte es Basel Regio sein, welches den Obwaldnern den Platz in der NLA streitig machen will.

Sarnen – Langnau 1:8 (0:2, 0:3, 1:3)
Dreifachhalle. – 259 Zuschauer. – SR Schuler/Sprecher.
Tore: 12. Gerber (Lauber) 0:1. 17. Siegenthaler (Gerber) 0:2. 25. Simon Steiner (Flühmann) 0:3. 37. Kropf (Nyh) 0:4. 38. Steiner (Flühmann) 0:5. 44. Forslind (Cornel von Wyl) 1:5. 48. Mathias Steiner (Simon Steiner) 1:6. 51. Kropf 1:7. 56. Ewald (Jakob) 1:8.

Langnau – Sarnen 17:3 (4:0, 6:1, 7:2)
Espace-Arena, Biglen. – 401 Zuschauer. – SR Schuler/Sprecher.
Tore: 2. Ewald (Matthias Steiner) 1:0. 7. Gerber (Lauber) 2:0. 13. Mathias Steiner (Flühmann) 3:0. 15. Siegenthaler (Gfeller) 4:0. 22. Langenegger (Flühmann) 5:0. 30. Mathias Steiner (Flühmann) 6:0. 33. Kropf (Matthias Steiner) 7:0. 35. Mathias Steiner (Flühmann) 8:0. 38. Jakob (Matthias Steiner) 9:0. 38. Matthias Steiner (Gfeller) 10:0. 39. Durrer (Eberhardt) 10:1. 41. Jakob (Flühmann) 11:1. 41. Lauber (Gfeller) 12:1. 43. Eberhardt (Basil von Wyl) 12:2. 47. Luca Steiner (Eigentor) 13:2. 51. Flühmann (Mathias Steiner) 14:2. 53. Schenkel (Jakob) 15:2. 57. Wüthrich (Kropf) 16:2. 58. Gfeller (Luca Steiner) 17:2. 58. Basil von Wyl (Cornel von Wyl) 17:3.
Strafen: Je 1-mal 2 Minuten.

Aktuelle Nachrichten