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Nach dem Aufstieg gilt es für den FC Schattdorf wieder ernst

Aufsteiger Schattdorf steht vor einer herausfordernden Saison. Primäres Ziel ist es, sich in der 2. Liga interregional festzubeissen.

Urs Hanhart
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Schattdorfs Samuel Wirth gegen Eschenbachs Haris Osmanbasic (rechts).

Schattdorfs Samuel Wirth gegen Eschenbachs Haris Osmanbasic (rechts).

In der letzten, coronabedingt deutlich verkürzten Saison schrieb der FC Schattdorf Vereinsgeschichte. Erstmals überhaupt schaffte das Fanionteam dank eines sensationellen Endspurts den Sprung in die 2. Liga interregional. Ein Coup, der den Schwarz-Roten nur die kühnsten Optimisten zugetraut hatten.

Morgen Samstag, um 18 Uhr, gibt das Team aus dem alten Landsgemeinde-Dorf im heimischen Stadion Grüner Wald nun seinen Einstand auf dem zuvor noch nie erreichten Liga-Niveau. Die Elf des neu verpflichteten Trainers Gabriel Gabriel tritt zum Saisonauftakt gegen den FC Perlen-Buchrain an. Dazu sagt Sportchef René Gnos: «Wir werden alles daransetzen, bei der Premiere in der 2. Liga interregional gleich zu punkten. Für uns als Aufsteiger ist grundsätzlich jeder Gegner als anspruchsvoll einzustufen. Aber auf heimischem Terrain haben wir immer wieder sehr gute Spiele gezeigt. Wir müssen uns sicher nicht verstecken.»

Ein Kader mit vielen hungrigen Jungen

Gnos sieht nicht nur der Startpartie, sondern auch der ganzen Saison recht optimistisch entgegen. Er betont:

«Unser primäres Ziel ist der Klassenerhalt. Wir sind uns bewusst, dass dies kein leichtes Unterfangen wird. Aber ich bin überzeugt, dass unsere Mannschaft die nötige Qualität besitzt, um in der Liga zu bestehen.»

Im Kader des Aufsteigers gab es keine grossen Änderungen. Patrik Wyrsch wechselte zum ESC Erstfeld, und Philipp Zurfluh kehrte zu seinem Stammverein FC Altdorf zurück. Dafür konnte Kevin Gamma, der zuletzt für den FC Stans spielte, wieder zurückgeholt werden. Zudem ist Mittelfeldspieler Cédric Gisler, der zuletzt die Farben des SC Goldau trug, neu zum Team gestossen. «Wir haben ein grosses und auch sehr junges Kader», sagt der Sportchef, und er fügt an: «Leistungsmässig schätze ich unser Team mindestens so stark ein wie in der letzten Saison. Eher sogar etwas stärker, weil die jungen Akteure an Erfahrung hinzugewonnen haben.»

Ein Altbekannter als neuer Trainer

Die wichtigste Änderung betrifft zweifellos den Trainerposten. David Cos-Gayon, der Schattdorf in die 2. Liga interregional geführt hat, ist mit seiner Familie aus der Zentralschweiz weggezogen. Deshalb konnte er die Zusammenarbeit nicht weiterführen. Neu verpflichtet worden ist mit Gabriel Gabriel ein Altbekannter. «Gebsch», wie er auf dem Fussballplatz gemeinhin genannt wird, coachte vor seinem Wechsel drei Jahre lang die erste Mannschaft des FC Ibach. In seiner Aktivzeit gehörte er sieben Jahre der ersten Mannschaft des FC Schattdorf an und absolvierte für die Urner über hundert Ernstkämpfe. «Gebsch kennt unseren Verein bestens. Er ist sehr willig sowie interessiert und sucht häufig das Gespräch mit den Spielern. Zudem ist er mit 120-prozentigem Einsatz engagiert», so Gnos und weiter:

«Darüber hinaus ist Gebsch ein Trainer, der einen gepflegten Fussball spielen lässt. Er will Ballbesitz und nicht, dass man sich zu stark nach hinten drängen lässt.»

Der Sportchef ist guter Dinge, dass der neue Mann an der Seitenlinie die schon vor einigen Jahren eingeleitete und umgesetzte Vereinsstrategie, eigene und junge Spieler zu fördern, erfolgreich weiterführen kann.

In den Testspielen hinterliess der FC Schattdorf einen etwas zwiespältigen Eindruck. Gnos dazu: «Wir hatten Hochs und Tiefs. Gegen Brunnen und Ibach verzeichneten wir durchaus gute Trainingsspiele. Wir konnten gut mithalten. Danach haperte es in den Partien gegen Muotathal und Rothenburg ein wenig. Im letzten Testspiel gegen Hergiswil gelang uns dann eine deutliche Steigerung. Die Partie ging zwar knapp verloren, stimmte aber trotzdem zuversichtlich im Hinblick auf den ersten Ernstkampf in dieser Saison.»

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