Golf
Die Zugerin Elena Moosmann landet mitten in der Spitze

Mit einem spektakulären Finish sicherte Elena Moosmann beim Swiss Ladies Open im Golfpark Holzhäusern den starken dritten Platz.

Stefan Waldvogel
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Elena Moosmann nimmt auf dem Grün von Holzhäusern Mass.

Elena Moosmann nimmt auf dem Grün von Holzhäusern Mass.

Die Saisonbeste auf der Ladies European Tour, die 18-jährige Thailänderin Atthaya Thitikul, gewann mit einem Gesamtskore von 200 Schlägen das 2. Swiss Ladies Open im Golfpark Holzhäusern. Den dritten Platz teilten sich die beiden Schweizerinnen Kim Métraux und Elena Moosmann. Métraux war als Co-Leaderin in den Finaltag gestartet, doch gleich am ersten Loch musste sie einen Schlag abgegeben. Die Par-Runde zum Schluss reichte nicht für den ersten Sieg für die Schweizerin. «Es wäre mehr drin gelegen. Ich habe alles gegeben – und darauf bin ich stolz», sagte sie direkt nach dem Turnier.

Auf den ersten Bahnen seien ihre Schläge ins Grün nicht so solide gewesen wie in den beiden Runden zuvor, und sie habe leider Birdie-Chancen ausgelassen, erläuterte die Lausannerin. Am Ende überwog die Freude über den erneuten dritten Platz beim Heimturnier:

«Es ist wunderbar, zwei Schweizerinnen auf dem Podest zu haben. Elena ist eine grossartige Spielerin und ich bin überzeugt, sie wird ihren Weg auf der Tour machen.»

Spektakuläre Birdies zum Schluss

Dass die 19-jährige Amateurin des Golfclub Ennetsee durchaus das Zeug zur erfolgreichen Tourspielerin hat, bewies sie beim Swiss Ladies Open mit Runden von 65, 69 und 68 Schlägen – total 14 unter Par für drei Runden. Elena Moosmann, die stets ruhig und cool wirkt, bot dem Publikum am TV und auf dem Platz einen spektakulären Abschluss ihrer Runde. Auf der 17 lochte die Amateurin aus dem Bunker zum Birdie ein – «es war eine schwierige Spiegelei-Lage, ich hoffte einfach, dass der Ball auf dem Grün bleibt. Das Birdie war ein Riesenbonus», sagte Moosmann. Mindestens so eindrücklich auch der letzte Schlaggewinn: Auf Loch 18 hatte sie einen Putt von rund 30 Metern vor sich.

«So nah wie möglich an die Fahne war das Ziel.»

Als der Ball zum Birdie ins Loch fiel, freuten sich die zahlreichen Fans, und TV-Experte Marcus Knight sprach von einem «wahr gewordenen Märchen».

Moosmann strahlte und lachte, blieb auch vor der Kamera cool. «Vor Publikum zu spielen, macht mir nichts aus, aber manchmal weiss ich nicht, wie ich reagieren soll, wenn alle applaudieren», sagt Moosmann. Die ehemalige Proette und TV-Golf-Expertin Fabienne In-Albon gab ihr dazu einen Tipp: «Geniess es einfach!»

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