Der Adligenswiler Devin Stillhardt ist mit dem Eishockey-Gen geboren

Devin Stillhardt, der 17-jährige Junior des HC Luzern, kam in der 1. Liga bereits zu Einsätzen. Auch sein Vater war Eishockeyaner.

Michael Wyss
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Devin Stillhardt, Verteidiger HC Luzern.

Devin Stillhardt, Verteidiger HC Luzern.

Michael Wyss

«Dass ich Eishockey spiele, war klar. Eine andere Sportart kam nicht in Frage», lacht der sympathische Adligenswiler Devin Stillhardt. Der Verteidiger (180 cm; 70 kg) ist der Sohn von Sven Stillhardt (45), der früher beim SC Luzern in der 1. Liga und der damaligen NLB spielte und Ende der 1990er-Jahre während zwei Saisons beim SC Herisau (später SCH Säntis) in der höchsten Liga Profi unter Trainer John Slettvoll war.

«Mein Vater ist auch mein grösster Kritiker, im positiven Sinn gemeint. Wir tauschen uns regelmässig über das Eishockey aus und diskutieren viel», so der Verteidiger, der im letzten Sommer eine Lehre als Hochbauzeichner in der Stadt Luzern startete. Mit Berufswunsch? «Wenn ich nicht Eishockeyprofi werde, dann will ich Bauleiter oder Architekt werden», sagt Stillhardt. «Ich bin natürlich Realist und weiss, dass der Weg zum Profi ein langer und steiniger ist. Momentan freue ich mich einfach, wenn ich für die 1.Liga aufgeboten werde. Hier kann ich mich auf hohem Niveau weiterentwickeln.»

«Ich war schon etwas nervös»

Dieses Glücksgefühl erlebte der 17-Jährige, der bei den Junioren (U20) des HC Luzern spielt, letzte Woche gleich zwei Mal. In den siegreichen Partien zum Beginn der Abstiegsrunde gegen Rheintal (3:2 nach Verlängerung) und Prättigau-Herrschaft (3:1) stand der Adligenswiler erstmals im Kader des Erstligisten. «Ich habe am Montagnachmittag letzte Woche ein Telefonat vom Assistenztrainer bekommen, dass ich am Abend ins Training kommen soll und dass ich am Dienstag in Widnau spiele. Das freute mich sehr und machte mich auch stolz. Ich war schon etwas nervös, konnte aber gut schlafen», so Stillhardt. Bereits während der Saison wurde der Youngster mit einer B-Lizenz an den 2.-Ligisten Küssnacht ausgeliehen. «Ich durfte 13 Partien mit den Schwyzern bestreiten. Das war eine gute Erfahrung für mich. Der Unterschied vom Junioren- zum Männerhockey ist schon frappant. Ich konnte sicher viel lernen in dieser Zeit. Die Spiele mit dem KSC waren auch eine gute Vorbereitung für mich für die 1.-Liga-Spiele beim HCL.»

Und wer sind Stillhardts Vorbilder im Sport? «Natürlich mein Vater, aber auch die NHL-Grössen wie ein Roman Josi von den Nashville Predators, Alexander Owetschkin von den Washington Capitals oder Brent Burns von den San Jose Sharks.» Und in der Schweiz, gibt es eine Lieblingsmannschaft? «Der HC Davos. Ich habe früher immer Spengler-Cup geschaut und die Farben der Bündner haben mir immer gefallen. Ich war einmal mit dem HC Luzern in Davos an einem Nachwuchsturnier. Da kam der frühere HCD-Spieler Josef Marha in unsere Kabine, das war ein Erlebnis für mich.» Stillhardt begann mit vier Jahren beim HCL mit dem Eishockeysport. «Ich bereue keinen Moment. Eishockey ist meine Leidenschaft und zum wichtigen Lebensinhalt geworden.»

Noch vier Partien sind ausstehend

Weiter geht es für den HCL morgen Mittwoch (20.15, KEB Oberwynenthal Reinach) zum Abschluss der Vorrunde bei den Red Lions Reinach (28 Punkte). Auf dem Weg zum Ligaerhalt muss ein Sieg her. Vier Runden vor Schluss der Abstiegsrunde hat Luzern eine Hypothek von 9 Punkten auf Prättigau-Herrschaft (26). Theoretisch kann Luzern (17) noch auf 29 Punkte kommen. Die Red Lions Reinach dagegen müssen nach zwei Siegen in Folge noch zwei Punkte zum Klassenerhalt erkämpfen. Vorausgesetzt, Luzern gewinnt weiterhin seine Partien nach 60 Minuten. Unmöglich ist das nicht, wenn man die jüngsten Auftritte des HCL betrachtet.

1. Liga

Abstiegsrunde: Luzern – Prättigau-Herrschaft 3:1. Red Lions Reinach – Rheintal 3:2. – Rangliste: 1. Rheintal 32. 2. Reinach 28. 3. Prättigau-Herrschaft 26. 4. Luzern 17.
Nächste Runde. Mittwoch. 20.15: Reinach – Luzern (KEB Oberwynenthal). Samstag. 17.30: Luzern – Rheintal (Eiszentrum).

Luzern – Prättigau 3:1 (0:1, 2:0, 1:0)
Eiszentrum. – 220 Zuschauer. – SR Zweidler; Kobza, Kaufmann. – Tore: 1. 0:1. 21. Burkart (Racheter, Emanuel Guidon) 1:1. 27. Maurenbrecher (Emanuel Guidon) 2:1. 49. Emanuel Guidon (Horvath) 3:1.

2. Liga.

Playoff-Viertelfinal (best of 5): Zug – Dielsdorf/Niederhasli 0:1 n. V. Stand: 1:2.
Nächste Runden. Heute. 20.20: Dielsdorf/Niederhasli – Zug (Sportzentrum Erlen Dielsdorf. – Evtl. Donnerstag. 20.45: Zug – Dielsdorf/Niederhasli (Academy Arena, eventuell).

Zug – Dielsdorf 0:1 (0:0, 0:0, 0:0, 0:1) n. V.
Academy Arena. – 110 Zuschauer. – SR Bertolo, Krsmanovic. – Tore: 66. 0:1.

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