Beachvolleyball
Lokalmatador Flavio Sütterlin verpasst eine Medaille an den nationalen Meisterschaften

An den Schweizer Meisterschaften der Junioren erlebt der Luzerner Flavio Sütterlin eine herbe Enttäuschung: Gemeinsam mit Nathan Broch hat er nach einem vielversprechenden Start das Nachsehen.

Stefanie Meier
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In der Defensive: Der 2,03 m grosse Flavio Sütterlin bekundete im Lido teilweise Mühe, sich am Netz zu behaupten.

In der Defensive: Der 2,03 m grosse Flavio Sütterlin bekundete im Lido teilweise Mühe, sich am Netz zu behaupten.

Das Duo Flavio Sütterlin (20, Luzern) und Nathan Broch (21, Laufen) gehörte zu den Medaillenkandidaten bei den U23-Männern im Lido Luzern. Drei klare Siege zum Auftakt am Freitag waren jedoch keine Garantie für eine Auszeichnung, wie sich im späteren Verlauf des Turniers herausstellte. Schon im Halbfinal am Samstag gegen die späteren Schweizer Meister Immanuel Zürcher (Zollikon) und Jonathan Jordan (Olten) hatten sie das Nachsehen und verloren in zwei Sätzen mit 14:21 und 15:21.

Der Luzerner Sütterlin hatte trotz seiner Grösse von 2,03 m für einmal Mühe, sich am Netz zu behaupten. Zürcher/Jordan dagegen spielten stark auf und liessen den Lokalmatadoren nur wenige Gewinnchancen. «Wir haben am Freitag eine sehr gute Basis gelegt. Im Halbfinal hat uns dann die letzte Überzeugung gefehlt, um ein Top-Volley zu spielen», sagte Sütterlin.

«Wir sind noch lange nicht da, wo wir sein wollen»

Seit dieser Saison sind Broch/Sütterlin als Team an der Beach Tour unterwegs und haben bereits einzelne Erfahrungen in der World Tour gesammelt. Kürzlich unterzogen sie sich am prestigeträchtigen Turnier in Gstaad einer Standortbestimmung. Langfristig wollen sie in der World Tour Fuss fassen. «Wir sind noch lange nicht da, wo wir sein wollen», so Sütterlin, der vor allem vorne am Netz eine Klasse für sich ist. Gerade deswegen ergänzen sich Broch/Sütterlin so gut. Denn der 1,93m grosse Broch beschreibt sich selbst «als etwas zu klein» für die Blockposition und ist deshalb der perfekte Partner in der Verteidigung.

Beide haben früh mit Beachvolley begonnen. Sütterlin besuchte als vierjähriger Knirps mit seinen Eltern ein internationales Turnier im Lido Luzern. Von da an war für ihn klar: «Das will ich auch machen.» Mittlerweile gehört das Duo zum Nachwuchskader von Swiss Volley und trainiert im nationalen Beachcenter in Bern. 16 Trainingsstunden stehen pro Woche auf dem Programm. Dazu kommen Turniere und Wettkämpfe. «Wir müssen in jedem Spiel konstant gute Leistungen bringen können», weiss Flavio Sütterlin. Eine Niederlage gilt es schnell zu verdauen, um sich dann gleich wieder neu zu fokussieren und anzugreifen. Broch ist sich sicher:

«Wir haben eine Menge Potenzial. Und damit meine ich vor allem unser optimales Trainingsumfeld und die athletischen Voraussetzungen. Darauf können wir aufbauen.»

Das Bronzespiel am Samstag im Lido Luzern begann vielversprechend, endete für Broch/Sütterlin aber mit einer grossen Enttäuschung. Aus einem 7-Punkte-Vorsprung wurde eine 19:21- Niederlage im ersten Satz. «Wir waren das bessere Team und hatten den Satz quasi in der Tasche. Wir haben dann ein, zwei falsche Entscheidungen getroffen und die Gegner haben das Spiel gedreht», so Sütterlin. Das gegnerische Duo Jann Dillier (Möhlin) und Leo Dillier (Aarau) tankte Selbstvertrauen, Broch/Sütterlin hingegen waren verunsichert, geschockt und fanden auch im zweiten Satz keine Lösung, das Game noch zu gewinnen. Sütterlin: «Wenn ich daran denke, wie gut unsere Ausgangslage im ersten Satz war, hätten wir den Satz und das gesamte Spiel gewinnen sollen. Es wird ein paar Tage ­dauern, bis wir diese Niederlage verdaut haben.» Für die beiden Youngsters gilt es, aus ihren Fehlern zu lernen und nach vorne zu schauen. Erfolgsmeldungen werden bei so viel Motivation und Potenzial wohl nicht lange auf sich warten lassen.

Erfolge für Zentralschweizer

Den Medaillentraum erfüllt haben sich einmal mehr die U19-Schweizer-Meisterinnen Michaela Nussbaumer (Steinhausen) und Sandrine Giroud (VS) bei den U23-Frauen. Sie ge­wannen Bronze. Noch besser lief es dem Duo Dana Odermatt (Kerns)/Jasmin Schwab (Bettlach) mit Rang zwei. Ebenfalls Silber holten Lora Erni (Kriens) und Arianna Mortati (Monte Carasso TI) bei den Frauen U19. Die U17-Männer Tim Amrein (Oberkirch) und Loïc Peter (Sempach) gewannen Bronze.

Resultate: beachsm-luzern.ch

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