Der Leader ist zu stark für Volley Luzern

Luzerns NLB-Frauen-Volleyballteam muss sich in der Aufstiegsrunde Münchenbuchsee mit 0:3 geschlagen geben.

Theres Bühlmann
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Lisa Müller (links) überwindet den gegnerischen Block.

Lisa Müller (links) überwindet den gegnerischen Block.

Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 15. Februar 2020)

Die samstägliche Affiche versprach viel Spannung: Luzern und Münchenbuchsee beendeten die Qualifikationsrunde in ihren Gruppen jeweils auf dem zweiten Rang. Die Zuschauer bekamen denn auch eine gute und kampfbetonte Playoff-Partie zu sehen, zwischen zwei Teams, die sich auf Augenhöhe begegneten – mit dem besseren Ende für die Gäste aus dem Kanton Bern. Bei den Gastgeberinnen stand der NLA-Männertrainer Liam Sketcher als Coach an der Seitenlinie. Er vertrat Martin Flückiger, welcher am Samstag verhindert war.

Volley Luzern geriet zu Beginn des ersten Satzes in Rückstand, doch die Equipe kam immer besser in Fahrt und schuf sich so einmal einen 20:14-Vorsprung. Dann wehte Gegenwind: Münchenbuchsee, welches im letzten Jahr den NLB-Meistertitel feierte, drehte auf und holte sich dieses Set mit 25:23. «Die Gegnerinnen zeigten in dieser Situation einen starken Service und eine gute Defensive», nannte Liam Sketcher Gründe, weshalb der Satz für die Zentralschweizerinnen verloren ging. Und Luzerns Akteurin Lisa Müller stellte fest: «Wir waren wahrscheinlich in dieser Situation zu wenig mutig.» Auch im zweiten und dritten Satz konnte Luzern gut mithalten, doch Münchenbuchsee liess sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und gewann Durchgang zwei mit 25:19 und den dritten Satz mit 25:23.

Aufstieg ist für Luzern kein Thema

Die 18-jährige Surseerin Lisa Müller, die sich am Samstag in starker Form präsentierte, bestreitet die zweite Saison in der NLB. Seit der zweiten Sekundarklasse frönt sie dieser Sportart und holte sich das Volleyball-ABC einst beim VBC Sursee. «Ich hoffe, dass wir in diesen Playoffs unter die Top 4 kommen.» Das grosse Ziel der Absolventin der Fachmittelschule: «Ich möchte gerne einmal in der NLA spielen.»

Apropos NLA: Zurzeit stellt sich die Frage, welche NLB-Teams in die höchste Liga aufsteigen wollen oder können. Der Modus besagt, dass die zwei bestklassierten Teams der NLB-Aufstiegsrunde auf den Verlierer der NLA-Playouts (Toggenburg oder Genève) treffen und die Auf-/Abstiegsrunde NLA/NLB bestreiten. Der Sieger spielt in der nächsten Saison in der NLA. Sollten die beiden besten NLB-Equipen verzichten, was öfters vorkommt, könnte jedes NLB-Team, welches in der Aufstiegsrunde involviert ist, diese Plätze einnehmen. Doch viele Mannschaften sehen immer wieder von einer Promotion ab. Auch Luzern winkt ab: «Für uns ist der Aufstieg in dieser Saison kein Thema», sagte Marc André Stalder, Verantwortlicher für die Nachwuchsabteilung bei Volley Luzern. «Unser Saisonziel waren klar die Playoffs.»

Dieses Nein ist aber nicht in Stein gemeisselt: «Natürlich kann es durchaus sein, dass wir uns irgendeinmal wieder Überlegungen machen, ein NLA-Frauenteam zu stellen», so Stalder. Zur Erinnerung: 2017 zog Volley Luzern die damalige NLA-Frauenequipe aus finanziellen Gründen freiwillig in die NLB zurück, weil nicht zwei Mannschaften auf höchster Ebene gestemmt werden konnten. Die Devise bei Volley Luzern gehe dahin, immer mit einer Mannschaft in der NLA vertreten zu sein, so Stalder. Zurzeit ist Luzern mit den Männern dabei – und dies erfolgreich.

Volley Luzern – Münchenbuchsee 0:3
Säli-Halle. – 50 Zuschauer. – Spieldauer: 65 Minuten. – Sätze: 23:25, 19:25, 23:25.
Volley Luzern: Müller, Smith, Buchli, Hofstetter, Wigger, Schepers, Böbner (Libera), Bühler, Nussbaumer, Häfliger (Libera), Smiljkovic, Neumannova.

Buochs steht in den 1.-Liga-Playoffs

Die Bilanz bei den 1.-Liga-Männern nach Abschluss der Qualifikation kann sich sehen lassen. Alle vier Teams können sich in der Liga halten. Nur eine Mannschaft erfüllte die Erwartungen nicht: Emmen-Nord. Die Truppe um Trainer Marco Fölmli hat das Saisonziel – die Playoffs – auch wegen Verletzungspechs ganz klar verfehlt. Bei Buochs hingegen herrscht gute Laune. Die Mannschaft mit Spielertrainer Marcel Sharma sicherte sich dank eines Satzverlustes weniger gegenüber dem punktgleichen Gelterkinden den Gruppensieg (40:17/40:18). In den Playoffs treffen die Nidwaldner auf Andwil-Arnegg. Erwähnenswert: Während die Nidwaldner im Kopf-an-Kopf-Rennen gegen die Basel-Landschäftler zweimal verloren (1:3/0:3), schubste Malters mit Spielertrainer Werner Weibel Gelterkinden beide Male als Verlierer (3:0/3:1) vom Feld. Der Lohn für diese Exploits: ein toller 4. Rang. Für die Überraschung in dieser Qualifikation sorgte aber Sursee (22 Punkte). Der Aufsteiger wartete unter Trainerin Sarah Gehrlach mit einem erfrischenden und konstruktiven Volleyball auf und konnte schon früh das Saisonziel Ligaerhalt feiern. Einziges Frauen-Team muss absteigen Dass die Frauen von Volley Region Entlebuch nach dem Aufstieg in der neuen Umgebung hartes Brot essen müssen, hat man erwartet. Die Entlebucherinnen unter Coach Roland Stalder konnten nur einen Sieg gegen Laufen (3:2) feiern. Der sofortige Wiederabstieg zeichnete sich schon früh ab. (yder)

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