Fussball
Harmloser FC Hitzkirch kämpft gegen den Abstieg

Drittligist Hitzkirch erleidet bei der 1:3-Niederlage gegen Kriens U23 einen Dämpfer.

Michael Wyss
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Nermin Badic, Goalie FC Hitzkirch.

Nermin Badic, Goalie FC Hitzkirch.

Bild: Michael Wyss

«Dass wir uns gegen diese junge Krienser-Equipe stemmen werden, mit der Routine und Erfahrung im Team, habe ich mir schon erhofft. Dass wir als Verlierer vom Platz gehen müssen, frustriert mich. Die 1:3-Niederlage ist ein Rückschlag und ich bin enttäuscht, dass wir nicht in der Lage waren, dieses Spiel für uns zu entscheiden», zeigte sich Hitzkirchs Trainer Markus Winiger nach der Ohrfeige enttäuscht.

«Wir haben gegen eine Juniorenmannschaft kapitulieren müssen. Das ärgert mich.»

Tatsächlich spielte Kriens U23 auf der Sportanlage Hegler mit einem sehr jungen Team. Das Durchschnittsalter betrug bei Spielbeginn 18 Jahre. «Es war ein Sechspunkte-Spiel. Ein Sieg hätte uns ins Mittelfeld gehievt, nun stehen wir unter dem Strich. Der Abstiegskampf hat sozusagen begonnen», zeigt sich Winiger gefasst. Die Bilanz der Seetaler mit einem Sieg, einem Remis und vier Niederlagen ist unbefriedigend. «Wir haben uns mehr erhofft aus dem Start. Die Tabelle zeigt kein er-freuliches Bild», so der gebürtige Hochdorfer Nermin Badic, der seit vielen Jahren das Tor des Hitzkircher Fanionteams hütet. Der 25-Jährige zeigt sich aber kämpferisch: «Die Saison ist jung, und wir werden uns aus dem Abstiegssumpf befreien. Was uns fehlt ist die offensive Durchschlagskraft. In sechs Partien erzielten wir fünf Treffer. Im offensiven Bereich herrscht ein grosses Manko.»

Abgänge können nicht kompensiert werden

Das Problem des missglückten Auftakts sieht Winiger in der personellen Situation: «Mir fehlen diverse Spieler verletzungsbedingt, ferienhalber und aus schulischen Gründen. Dazu gesellen sich einige Abgänge von wichtigen Spielern auf diese Meisterschaft hin, die wir nicht kompensieren konnten. Dass wir vor einer schwierigen Aufgabe stehen werden, habe ich schon früh gesagt. Aber ich bin guten Mutes, dass wir den Karren gemeinsam aus dem Dreck ziehen werden.» Dass sie Fussball spielen könnten, zeigten die Hitzkircher nur phasenweise. Badic: «Wir haben gut begonnen und nach der Führung nicht das 2:0 gesucht. Möglichkeiten dazu waren vorhanden. Wir wurden dafür bitter bestraft.»

Kriens U23 will Plattform in der 2. Liga schaffen

Bereits heute Abend (20.15, Allmend Süd) wartet im IFV-Cup der Ligakonkurrent Olympique Lucerne. Winiger: «Ein Erfolgserlebnis könnte uns für den weiteren Verlauf der Meisterschaft beflügeln. Was uns derzeit fehlt, ist ein Siegeserlebnis. Das würde neue Energie freisetzen.»

Luciano Santoro, Trainer SC Kriens U23.

Luciano Santoro, Trainer SC Kriens U23.

Bild: Michael Wyss

Liganeuling Kriens U23 feierte im sechsten Spiel den zweiten Vollerfolg, verdientermassen. «Wir hatten zu Beginn der Partie Mühe, Hitzkirch war dominant. Doch Kompliment an meine Akteure, wie sie den 0:1-Rückstand wettmachten. Das zeugt von Charakter», freute sich Trainer Luciano Santoro, der als langjähriger Nachwuchstrainer beim SC Kriens viel Erfahrung an der Seitenlinie mitbringt.

«Das Fussballspielen müssen wir nicht mehr lernen. Was fehlt, ist die Routine. Diese jungen Akteure brauchen etwas Geduld. Wir werden unseren Weg meistern.»

Konkret heisst das: «Schnelle Etablierung in der 3. Liga und innert der nächsten drei bis fünf Jahre wollen wir in die 2. Liga. Das ist unser Fernziel. Wir wollen unseren Spielern eine Plattform bieten auf gutem Niveau und eine interessante Adresse werden für unsere vielen in Kriens ausgebildeten Spieler, die überall in der Zentralschweiz spielen.»

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