Handball
Der Aufstieg ist beim KTV Altdorf diesmal kein Thema

Der KTV Altdorf setzt im Cup ein erstes Ausrufezeichen. Nun will er den Schwung in die Meisterschaft mitnehmen.

Urs Hanhart
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Rückkehrer Florian Henrich gehörte im Cup gegen Pratteln zu den besten KTV-Skorern.

Rückkehrer Florian Henrich gehörte im Cup gegen Pratteln zu den besten KTV-Skorern.

Nach rund elfmonatiger, coronabedingter Pause kamen die Urner Handballfans endlich wieder einmal in den Genuss eines Ernstkampfes. Erstligist Altdorf trat am vergangenen Samstag im Rahmen der Cup-Vorrunde in der heimischen Feldli-Arena gegen den gleichklassigen TV Pratteln an und lieferte dabei eine solide Vorstellung ab. Das Team aus dem Kanton Baselland wurde deutlich mit 28:22 besiegt. Die Partie verlief bis zur Pause ausgeglichen (Halbzeitstand 11:11). Nach dem Seitenwechsel legten die Platzherren dann einen Zacken zu und zogen immer weiter davon. Als beste Skorer setzten sich die Rückkehrer Samuel Wyss und Florian Henrich in Szene. Beide erzielten je sechs Treffer. Zu gefallen wusste auch der junge Linksaussen Carlo Inderbitzin mit vier Toren.

Trotz des unangefochtenen Sieges zeigte sich Coach Stefan Arnold mit der Cup-Vorstellung nur bedingt zufrieden. Sein Fazit: «Es gibt noch Luft nach oben. Vor allem müssen wir mehr Tempo machen und mehr Bewegung ins Spiel bringen. Immerhin haben wir relativ konstant gespielt, abgesehen von ein bis zwei kleinen Durchhängern. Mit dem gezeigten Einsatz bin ich sehr zufrieden.»

Zwei gewichtige Abgänge

Morgen Samstag (16 Uhr) starten die Urner mit dem Gastauftritt beim TV Muri, der in der letzten, allerdings vorzeitig abgebrochenen Saison überraschend ganz vorne mitspielte, in die Meisterschaft. Zur Saisonzielsetzung sagt Arnold: «Wir möchten in der vorderen Hälfte der Tabelle mitmischen. Im Vergleich zum Cup-Spiel muss allerdings noch eine Steigerung her. Die gegen Pratteln gezeigte Leistung würde kaum reichen, um vorne mitzuhalten.» In den letzten beiden Saisons, die bekanntlich nicht zu Ende gespielt werden konnten, peilte die KTV-Truppe ganz klar den Wiederaufstieg in den Nationalliga B an. Mittlerweile musste man also zurückkrebsen, was damit zusammenhängt, dass die Altdorfer mit Spielertrainer Mario Jelinic und Mario Obad zwei sehr gewichtige Abgänge zu verzeichnen hatten. Dafür sind wie erwähnt die Rückraumspezialisten Wyss und Henrich zum Urner Traditionsklub zurückgekehrt. Beide sind zwar starke Spieler, können die Abgänge aber nicht eins zu eins ersetzen.

Auf meisten Positionen doppelt besetzt

Ein weiterer Rückkehrer ist Keeper Fabio Arnold, der gegen Pratteln einen sehr guten Eindruck hinterliess und 42 Prozent der gegnerischen Würfe unschädlich machte. Ansonsten setzen die Gelb-Schwarzen vor allem auf den Einbau von jungen Akteuren. Neu zum Team gestossen sind Lorin Schleich und Carlo Inderbitzin, die über eine Doppellizenz verfügen. Ihre Prioritäten liegen allerdings beim U19-Team des BSV Stans. Sie können deshalb nur sporadisch eingesetzt werden. «Unsere Mannschaft ist ziemlich gleichmässig besetzt, was unsere Stärke sein könnte», so Arnold. «Zudem verfügen wir über ein recht breites Kader mit 15 Feldspielern und drei Goalies. Auf den meisten Positionen haben wir eine doppelte Besetzung.»

Die anfangs Juni lancierte Vorbereitungsphase unter dem neu verpflichteten Trainer Stefan Epp verlief etwas harzig, weil zunächst nur unter Corona-Einschränkungen trainiert werden konnte. Dazu sagt der Coach: «Die Spieler mussten sich zuerst wieder an die Belastungen gewöhnen und konnten nicht gleich mit vollem Einsatz loslegen. Seit Mitte Juli läuft das Training wieder normal. Aber das halbe Jahr, das wir durch Corona verloren haben, wirkt immer noch nach.»

Handball, 1. Liga. Samstag, 16.00: Muri – Altdorf (Bachmatten).

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