Handball
Die Urner Radball-Teams sind auf Finalkurs

Bald geht die Meisterschaft im Radball in die entscheidende Phase, und beide NLA-Duos von Radsport Altdorf mischen im vorderen Tabellenfeld mit.

Urs Hanhart
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Altdorf 1 mit Claudio Zotter (vorne) und Simon Marty hat noch Luft nach oben.

Altdorf 1 mit Claudio Zotter (vorne) und Simon Marty hat noch Luft nach oben.

Urs Hanhart / Urner Zeitung

Die Coronapandemie hat im Radball alles durcheinandergewirbelt. Normalerweise beginnt die nationale Meisterschaft jeweils bereits im Januar. Das war aber heuer aus den bekannten Gründen nicht möglich. Die Elite-Radballer mussten sich lange gedulden, bis sie wieder loslegen durften. Erst am 21. August wurde die Vorrunde in der Nationalliga A mit dem ersten Spieltag lanciert.

Das Programm ist äussert sportlich, denn bis zum 2. Oktober werden im Rahmen der Vor- und Rückrunde acht Spieltage durchgepaukt. Auf die Austragung der Meisterrunde wird diesmal verzichtet. Genau gleich entfällt auch die erste Finalrunde. Am 9. Oktober steigt in Pfungen das grosse Finalturnier der Schweizer Meisterschaft, für welches sich die fünf besten der zehn NLA-Teams qualifizieren.

Altdorf 1 steht unter Druck

Altdorf 1 mit Claudio Zotter und Simon Marty sowie das auf diese Saison hin neu formierte Duo Altdorf 2 mit Routinier Roman Schneider und Jungspund Fabian Hauri sind in Bezug auf die Teilnahme am Showdown auf gutem Weg. Insbesondere Altdorf 2 hat überzeugende Auftritte hingelegt und von den bisher absolvierten 14 Spielen nur deren drei verloren. Mit 31 Punkten liegen Schneider/Hauri nach sechs Spieltagen an 3. Stelle in der Tabelle – hinter Pfungen und Mosnang, die beide bisher erst eine Niederlage kassierten.

Noch nicht wie gewohnt in Schwung gekommen ist bislang Altdorf 1. Zotter und Marty nehmen aktuell mit 17 Zählern aus 13 Partien die 4. Position ein. Die beiden Urner Duos haben am morgen Samstag beim siebten Spieltag in Schöftland ihren letzten Auftritt im Rahmen der Qualifikation. Während Altdorf 2 die Finalteilnahme schon so gut wie in der Tasche hat, steht Altdorf 1 ziemlich unter Druck. Zotter und Marty müssen in den Duellen mit dem Tabellenfünften Möhlin, dem aktuellen Zweiten Mosnang 1 und dem Siebten Frauenfeld sowie Schlusslicht Schöftland möglichst viele Punkte holen, um auf Nummer sicher zu gehen. Ansonsten könnten sie am achten und letzten Spieltag, der am 2. Oktober in Frauenfeld abgehalten wird, noch von anderen Teams überflügelt und aus den finalberechtigten Positionen verdrängt werden.

Im Gegensatz zu 2020 wird in diesem Jahr auch wieder eine Hallenradsport-Weltmeisterschaft stattfinden, und zwar vom 29. bis 31. Oktober in Stuttgart. Die grössten Chancen, sich den Schweizer Startplatz zu sichern, sind aufgrund der bisher gezeigten Leistungen SM-Titelverteidiger Pfungen und Mosnang 1 einzuräumen. Sowohl die Zürcher als auch die Ostschweizer haben sich im Rahmen der Qualifikation fast noch keine Blösse gegeben. Beide mussten erst einen Taucher hinnehmen. Das bislang einzige Direktduell endete mit einem 3:3.

Weltcupturnier auf der Kippe

Am ehesten fähig, den beiden Topfavoriten in die Suppe zu spucken und das WM-Ticket streitig zu machen, dürfte wohl das Team Altdorf 2 sein. Es brachte das Kunststück fertig, sowohl Mosnang 1 als auch Pfungen die bisher einzige Saisonniederlage zuzufügen. «Wenn sie im Final einen guten Tag erwischen, können Schneider und Hauri sicherlich ein Wort um den Titel mitreden», glaubt Trainer Thomas Marty, fügt aber gleich an: «Das wird sehr schwierig. Eine Medaille liegt jedoch sicher drin, und das ist auch das erklärte Ziel.»

In diesem Jahr gibt es einen sehr dünnen internationalen Kalender, stehen doch – nebst der Weltmeisterschaft – nur gerade drei Weltcupturniere auf dem Programm. Eines davon soll am 13. November von Radsport Altdorf organisiert werden. Dazu sagt Marty: «Die Durchführung ist noch ungewiss. Das Turnier steht auf der Kippe. Es hängt davon, ob das Weltcupturnier in Beringen vom 16. Oktober stattfindet.» Falls dieses gestrichen wird, müssten auch die Altdorfer das Handtuch werfen. Zudem würde das für Ende November in Grosskoschen (Deutschland) geplante Weltcup-Finalturnier ebenfalls gestrichen.

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