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Der FC Altdorf legt einen Traumstart hin

Zum Saisonauftakt der 2. Liga regional besiegt der FC Altdorf den SC Obergeissenstein mit 4:0.

Urs Hanhart
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Markus Zurfluh (am Ball) kommt hier gegen Obergeissensteins Christian Mutter zum Abschluss.

Markus Zurfluh (am Ball) kommt hier gegen Obergeissensteins Christian Mutter zum Abschluss.

Eigentlich machten die Urner am Samstag gegen die Stadtluzerner genau gleich weiter wie sie die letzte Saison beendet hatten. Vor knapp zwei Monaten besiegte Altdorf ebenfalls auf der heimischen Schützenmatte den FC Gunzwil diskussionslos mit 5:1 und stellten so quasi auf den letzten Drücker den Verbleib in der 2. Liga regional sicher. Obwohl der FC Altdorf einen Saisonstart nach Mass hinlegte, blieb deren Trainer Dominic Herger betont auf dem Boden. Kurz nach dem Schlusspfiff bilanzierte er:

«Wir sind natürlich sehr froh über diesen deutlichen Auftaktsieg. Aber leistungstechnisch gibt es sicherlich noch Optimierungsbedarf. Wir müssen ruhiger agieren und kompakter stehen. Auch in konditioneller Hinsicht gibt es bei einigen Spielern noch zu tun. Das Resultat täuscht etwas. In der nächsten Partie gegen Hochdorf müssen wir uns anders präsentieren. Sonst wird es schwierig.»

Das Spiel gegen OG war eine richtiggehende Hitzeschlacht mit Temperaturen um 30 Grad. Dazu meinte Herger: «Wir wollten unbedingt vorlegen, was uns zum Glück auch gelungen ist. So musste der Gegner anrennen. Ein schwieriges Unterfangen bei solchen Bedingungen einen Rückstand wettzumachen.»

Rückkehrer Philipp Zurfluh trifft auf Anhieb

Zunächst sah es überhaupt nicht nach einer Schlappe für OG aus. Marlon Felber vergab in der 8. Minute die erste Torchance des Spiels. Er versuchte Altdorf-Keeper Kai Stutz aus kurzer Distanz mit einem Lobball zu überlisten, scheiterte jedoch am aufmerksamen Schlussmann. Den Torreigen eröffnete Janis Manz nach einer knappen Viertelstunde. Spektakulär mit dem Aussenrist markierte er nach einer präzisen Hereingabe von Tobias Nickel das Skore. Acht Minuten vor der Pause nickte Luca Arnold, der von der OG-Verteidigung sträflich vernachlässigt worden war, unbedrängt zum 2:0 ein. Die Flanke kam von Verteidiger Dario Zgraggen. Nach der Pause machten die Gäste mächtig Dampf. Sie strebten mit aller Macht den Anschlusstreffer an und erarbeiteten sich mehrere Gelegenheiten. Kevin Vogel und Yannick Zai, nach starker Einzelaktion, schossen das Leder knapp am Altdorfer Kasten vorbei. In der Schlussphase machten die Platzherren dann mit zwei Kontertreffern alles klar. In der 81. Minute schob Tobias Nickel nach einer blitzschnellen Aktion gekonnt via den linken Innenpfosten zum 3:0 ein. Den Schlusspunkt setzte Philipp Zurfluh: Der Rückkehrer, der letzte Saison noch für den Kantonsrivalen FC Schattdorf gespielt hatte, schlenzte das Leder eiskalt am machtlosen OG-Goalie Jérome Hajnal vorbei ins Netz. Eine brutale Packung für die Luzerner, die von den Spielanteilen her sicherlich etwas zu üppig ausfiel.

Aus den Standards zu wenig gemacht

Trotz dieses kapitalen Fehlstarts seiner Elf sah OG-Trainer Marco Häfliger durchaus auch positive Aspekte. Sein Fazit nach dieser Auswärtspleite: «Uns sind etliche dumme Fehler unterlaufen. In einigen Situationen haben wir nicht gut ausgesehen. Wir sind an sich gut ins Spiel gestartet und hätten durchaus in Führung gehen können. Leider ist das Momentum nicht auf unsere Seite gefallen. Zudem haben wir aus unseren vielen Standards zu wenig gemacht. Das ist eine Schwäche von uns, an der wir noch arbeiten müssen.» Häfliger musste aufgrund von Ferienabwesenheiten und Verletzungen auf einige Akteure verzichten. Dazu sagte er: «Wir sind mit einer sehr jungen Mannschaft angetreten. Altdorf war deutlich abgeklärter. Wir haben vorne zu wenig frech agiert. Es hätte alles zusammenpassen müssen, um zu punkten. Der Gegner war uns vor allem punkto Chancenverwertung deutlich überlegen. Das 0:4 ist zwar bitter. Immerhin ist es uns aber gelungen, die starken Urner eine Zeitlang unter Druck zu setzen.»

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