Unihockey
Ad Astra kassiert eine schallende Ohrfeige

Die NLA-Unihockeyaner von Ad Astra Sarnen gehen in Langnau mit 2:14 unter. Drei Qualifikationsspiele bleiben den Obwaldnern noch, um sich für die Playouts zu rüsten.

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Ad Astra Sarnen mit Cornel von Wyl muss möglichst rasch zurück in die Spur finden.

Ad Astra Sarnen mit Cornel von Wyl muss möglichst rasch zurück in die Spur finden.

Bild: Dominik Wunderli

Diese Watsche dürfte in den Köpfen der Spieler von Ad Astra Sarnen noch länger nachhallen: Gleich mit 14:2 fertigen die Tigers Langnau die Obwaldner am vergangenen Dienstag im Nachholspiel ab.

Liess das Startdrittel noch auf eine enge und umkämpfte Partie hoffen – die Emmentaler führten zwar mit 1:0, aber die Sarner hatten einige gute Torgelegenheiten –, waren die restlichen 40 Minuten eine ganz einseitige Angelegenheit. Ab Spielmitte fielen die Tore für das Heimteam wie reife Früchte. Ad Astra blieb bedenklich blass und bekam von den Langnauern schonungslos aufgezeigt, warum sie am Tabellenende der NLA liegen.

NLB-Teams mit Aufstiegsambitionen

Drei Qualifikationsrunden stehen für die Sarner noch auf dem Programm, ehe die Playouts beginnen. Gegen Malans, Uster und St.Gallen dürfte für die Obwaldner nach dieser mehr als nur dürftigen Darbietung das Ziel sein, die Spur wieder zu finden. Gelingt dies nicht, stehen die Abstiegsspiele gegen ein Team aus der zweithöchsten Liga schneller bevor, als dies den Obwaldnern lieb sein dürfte. Um die Relegationsspiele kamen sie in den ersten zwei NLA-Saisons herum – bedingt durch die Pandemie. Nun müssen sie ihren Platz in der höchsten Unihockey-Liga der Schweiz auf dem sportlichen Weg behaupten. «Dass wir auf dem Feld um den Klassenerhalt kämpfen müssen, ist gut so. Es soll sportlich entschieden werden, wer sich einen Platz in der NLA verdient. Kampflos räumen wir das Feld sicher nicht», meinte Ad Astra Sportchef Roman Schöni Anfang Januar im Interview mit unserer Zeitung.

Einfach wird der Kampf um den Klassenerhalt für die Sarner allerdings nicht, hegen doch aus der NLB mit Thurgau und Basel zwei Teams schon lange Ambitionen auf den Aufstieg. Und der letzte Sieg von Ad Astra liegt mittlerweile schon fast fünf Monate zurück – eine gefühlte Ewigkeit. Wollen die Obwaldner sich auch in der nächsten Saison mit den Besten der Schweiz messen, müssen sie das Gefühl des Siegens möglichst rasch wieder erleben. (JH)

Langnau – Sarnen 14:2 (1:0, 6:0, 7:2)
Espace-Arena, Biglen. – 187 Zuschauer. – SR Bühler/Bühler. – Tore: 7. Lauber (Luca Steiner) 1:0. 24. Rentsch (Mathias Steiner) 2:0. 25. Matteo Steiner (Musio) 3:0. 30. Gerber (Gfeller) 4:0. 37. Rentsch (Simon Steiner) 5:0. 38:47 Siegenthaler (Gerber) 6:0. 39:22 Rentsch (Mathias Steiner) 7:0. 41. Lauber (Luca Steiner) 8:0. 42. S. Steiner 9:0. 46. Flühmann (Mathias Steiner) 10:0. 48. Rentsch (Lauber) 11:0. 51. Cornel von Wyl (Ming) 11:1. 52. Stucki (Simon Steiner) 12:1. 53. Läubli (Rüegger) 12:2. 54. Siegenthaler (Lauber) 13:2. 59:27 Rentsch (Flühmann) 14:2. – Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Langnau, 1-mal 2 Minuten gegen Sarnen.
Langnau: Beck; Strohl, Siegenthaler, Nyh, Langenegger, Mosimann, Fankhauser, Lauber, Gfeller, Simon Steiner, Matteo Steiner, Luca Steiner, Mathias Steiner, Rentsch, Flühmann, Gerber, Stucki, Wüthrich, Blatter, Musio.
Sarnen: Amrein (ab 40. Britschgi); Höltschi, Oweling; Burri, Ming; Läubli, Kramelhofer; Forslind, Boschung, Durot; Basil von Wyl, Lingg, Cornel von Wyl; Durrer, Dubacher, Odermatt; Sommerhalder, Rüegger.
Bemerkungen: Sarnen ohne Eberhardt (Ersatz), Hagert, Müller, Rudd und Furrer (alle krank) sowie Marco Schöni (verletzt). 29:45 Time-out Sarnen.