Tour de Suisse

Heute kämpfen sich die Radprofis die Tremola hoch

Patrick Schelling ist als Elfter der Gesamtwertung der im Moment bestklassierte Schweizer

Patrick Schelling ist als Elfter der Gesamtwertung der im Moment bestklassierte Schweizer

Heute Freitag führt die 7. Etappe der Tour de Suisse auf den Gotthardpass. Die Ankunft auf dem bedeutendsten Alpenübergang ist einer der Höhepunkte der diesjährigen Rundfahrt durch die Schweiz.

Der Gotthard ist der am meisten befahrene Pass der Tour de Suisse. Zum 40. Mal erklimmen die Radprofis am Freitag bei der 83. Ausgabe der Schweizer Rundfahrt die Steigung. Erstaunlich: Erst zum zweiten Mal nach 2001 endet eine Etappe auf dem Gotthardpass. Vor 18 Jahren gewann der Russe Dimitri Konischew vor dem Hospiz.

Wie damals führt der Aufstieg am Freitag von Airolo aus über die legendäre Tremola. Anstieg Nummer 41 folgt dann bereits am Sonntag: Nach der Streichung des Sustenpasses (noch immer Wintersperre wegen Lawinengefahr) führt auch die letzte Etappe der diesjährigen Tour über den Gotthard.

Das Teilstück vom Freitag, das in Unterterzen SG gestartet wird, ist mit 216,6 Kilometern das längste der diesjährigen Tour de Suisse. Vor dem Höhepunkt des Tages haben die Fahrer bereits die Steigungen nach Flims (2. Kategorie) und den Lukmanierpass (1. Kategorie) zu bewältigen.

Nach der Ankunft am Vortag auf dem Flumserberg könnte das Gesamtklassement weitere Konturen erhalten. Aus Schweizer Sicht darf man auf das Abschneiden von Patrick Schelling gespannt sein. Als Neunter des Vortags ist der St. Galler nun als Elfter (1:12 Minuten hinter Leader Egan Bernal) der bestklassierte Schweizer.

Schelling will sich in den kommenden Tagen "nicht auf den Lorbeeren ausruhen", sondern seinen Platz im Klassement "wenn möglich" verteidigen, wie er am Donnerstag in Flumserberg erzählte. Der 29-Jährige hatte in der Ostschweiz überrascht, indem er aus der Gruppe der Favoriten heraus attackiert und mitten in der Weltelite ins Ziel gekommen war.

"Das ist mehr, als ich von mir selbst hatte erwarten können", freute sich Schelling, der den Anstieg nach Flumserberg auch vom Training her kennt. "Ich hatte das Gefühl, dass ich noch ein wenig schneller fahren kann als das Feld. Deshalb fuhr ich raus. Danach habe ich meinen Rhythmus durchgezogen", beschrieb er seine erfolgreiche Fahrt.

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