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Armstrongs Besuch bei Oprah Winfrey – PR oder Klärung?

Am 17. Januar tritt Lance Armstrong an die Öffentlichkeit. In der Show des amerikanischen Talklegende Oprah Winfrey sieht in ein Millionenpublikum.

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Lance Armstrong sind alle sieben Tour-de-France-Siege aberkannt worden.

Lance Armstrong sind alle sieben Tour-de-France-Siege aberkannt worden.

Keystone

Äussert sich Lance Armstrong zum Thema Doping oder nicht? Das ist die grosse Frage vor seinem Auftritt bei Oprah Winfrey, der so genannten «Queen of Talk» in den USA. Winfrey verspricht jedenfalsl ein offenes Interview mit der gefallenen Ikone des Radsports.

Kritiker befürchten allerdings eine PR-Veranstaltung des siebenfachen Tour-de-France-Siegers, in der er wie üblich die härtesten Vorwürfe von sich weist und höchstens Unwesentliches zugibt. Der britische Wettanbieter Ladbrokes veröffentlichte Quoten für spezielle Begriffe, die Armstrong strapazieren dürfte. Für «Entschuldigung» oder «USADA» (die US-Anti-Doping-Agentur) kriegt man kaum Geld, «Hexenjagd» oder «Britische Presse» sind hingegen vielversprechend.

Kehrt Armstrong zurück in den Radsport?

Die Tageszeitung USA Today will unterdessen herausgefunden haben, dass sich Armstrong bereits im Dezember mit USADA-Chef Travis Tygart getroffen hat, um über ein öffentliches Geständnis zu diskutieren. «Er kam zu dem Treffen, um klarzumachen, dass er alles dafür tun will, wieder zurückzukehren», zitiert die Zeitung eine anonyme Quelle.

Das 90-minütige Gespräch mit Oprah Winfrey ist Armstrongs erstes Interview seit die amerikanische Antidoping Ende des vergangenes überzeugt davon war, dass der Texaner «das ausgeklügeltste Dopingprogramm der Sportgeschichte» betrieben hat.

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