Rad Strasse

Als Schweizer unterwegs: Nationenwechsel von Gasparotto

Der Neo-Schweizer Enrico Gasparotto gewann als Fahrer des Team Astana unter anderem das Amstel Gold Race

Der Neo-Schweizer Enrico Gasparotto gewann als Fahrer des Team Astana unter anderem das Amstel Gold Race

Radprofi Enrico Gasparotto erhält die Schweizer Staatsbürgerschaft. Der 37-Jährige vom Team Dimension Data (neu NTT) startet ab dem kommenden Jahr als Schweizer statt wie bisher als Italiener.

Gasparotto, dessen grösste Erfolge die Triumphe am Amstel Gold Race 2012 und 2016 sind, wohnt seit vielen Jahren im Tessin. Der italienische Meister von 2005 erhofft sich mit dem Nationenwechsel im Spätherbst der Karriere doch noch einmal an Olympischen Spielen oder an einer WM starten zu dürfen. Der Landesmeister von 2005 war vom italienischen Verband einzig für die EM 2016 berücksichtigt worden, hatte ansonsten aber stets anderen den Vortritt lassen müssen.

Dass Gasparotto im kommenden Jahr von Swiss Cycling einen Startplatz für Tokio erhält, scheint eher unwahrscheinlich. Denn ins olympische Strassenrennen darf die Schweiz nur vier Fahrer schicken. Zudem überzeugte der Routinier in der zu Ende gegangenen Saison nicht mehr. Sein letztes Topergebnis lieferte er 2018 mit dem 3. Rang bei Lüttich-Bastogne-Lüttich ab.

Zwei seiner neuen Landsleute kennt Gasparotto bereits aus seiner neu als NTT startenden Mannschaft. Nebst Gasparotto stehen bei der südafrikanischen Equipe auch Danilo Wyss und Gino Mäder unter Vertrag.

Gasparotto ist nicht der erste Radrennfahrer, der einen Nationenwechsel vollzogen hat. Der prominenteste ist der Brite Chris Froome. Der vierfache Gewinner der Tour de France fuhr bis 2007 für Kenia. Auch die Schweiz erhielt bereits einmal Zuwachs. Nachdem er 2004 noch als Deutscher die Flandern-Rundfahrt für sich entschieden hatte, nahm Steffen Wesemann ein Jahr später als Schweizer an der WM teil.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1