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Neues Jahr, neues Gerücht: Erling Haaland bleibt im Fokus

Pokalsieger Borussia Dortmund startet heute Montag ins neue Jahr. Dabei steht natürlich Erling Haaland im Mittelpunkt.

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Erling Haaland, Überflieger der Borussia Dortmund.

Erling Haaland, Überflieger der Borussia Dortmund.

Bild: Martin Meissner / AP

Das jüngste Gerücht ist unter der Sonne Spaniens gereift. Im Weihnachtsurlaub an der Costa del Sol soll Erling Haaland vor Fans ausgeplaudert haben, dass er seine Tore künftig auf der iberischen Halbinsel schiessen wird. Dass die spanische Zeitung «AS» vor dem Trainingsstart von Borussia Dortmund darüber berichtet, scheint dabei kaum zufällig – schliesslich steht das Blatt Real Madrid nahe. Und der spanische Rekordmeister will den Stürmerstar unbedingt haben.

Doch wer möchte das nicht? Im Grunde befinden sich alle europäischen Topklubs, die das nötige Kleingeld aufbringen können, in der Verlosung. Daraus machte Hans-Joachim Watzke zuletzt keinen Hehl. «Ich weiss nur verbürgt, dass Real Madrid grosses Interesse an ihm hat», sagte der BVB-Geschäftsführer kurz vor Weihnachten der «Bild»: «Ich könnte jetzt auch 25 andere nennen. Aber da weiss ich es verbürgt.»

Verbürgt ist auch, dass Haaland im gerade begonnenen Jahr Grosses vor hat. «Pass auf 2022 – dich hole ich mir», schrieb der 21-Jährige zu seinem Neujahrsgruss in den sozialen Netzwerken. Den Tatendrang sollen erst einmal die Gegner in der Bundesliga zu spüren bekommen. Die ersten Rück­rundenpartien gegen Eintracht Frankfurt, den SC Freiburg, die TSG Hoffenheim und Bayer Leverkusen sind richtungsweisend für den BVB – schliesslich rangieren alle Kontrahenten im oberen Tabellendrittel.

Dortmund müsste einige Millionen drauflegen

Nach diesen Spielen soll auch klar sein, wohin die Reise für Haaland geht. Wenn es nach Watzke geht, wird der Pokal­sieger schon vor dem Frühjahr Planungssicherheit haben. Das Aus der Borussen in der Champions League und neun Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Bayern München sprechen allerdings dafür, dass der ehrgeizige Norweger die Dortmunder trotz seines bis 2024 laufenden Vertrages im Sommer verlassen könnte – falls ein Klub die angeblich bei 75 Millionen Euro festgeschriebene Ablösesumme überweist. An dieser Stelle kommen Haalands Vater Alf-Inge und Berater Mino Raiola ins Spiel. Sie müssen schliesslich einen Interessenten präsentieren, der nicht nur die Ablöse auf den Tisch legt. Zuzüglich des Gehalts und der Provisionen geht es bei einer langfristigen Vertragslaufzeit um mehrere Hundert Millionen Euro. Dieses Volumen setzt den Optionen Haalands, um den auch ein Ausrüster-Kampf der Sportartikel-Giganten entbrannt ist, in Zeiten der Coronapandemie enge Grenzen.

Raiola demonstriert dennoch Gelassenheit. «Wir werden nach der besten Option suchen. Haaland kann auf alle warten», sagte der umstrittene wie gefürchtete Berater zuletzt: «Ich schliesse nicht aus, dass er noch ein Jahr in Dortmund bleibt.» Dann allerdings müsste der BVB beim Gehalt ein paar Millionen drauflegen – was Watzke zuletzt auch andeute.

Vielleicht mischt aber doch noch ein nationaler Konkurrent mit, gegen den die Dortmunder keine Chance hätten. «Also eines ist sicher: dass Erling Haaland jeder Mannschaft der Welt gut zu Gesicht stünde. Das ist gar keine Frage», sagte Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeness: «Und wenn wir Robert Lewandowski nicht hätten, Gott sei Dank haben wir ihn, müsste sich der FC Bayern sicher mit Haaland beschäftigen.» (sid)