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Neuer Chef bei den Grashoppers: Pereira soll den Aufstieg schaffen

João Carlos Pereira, neuer GC-Trainer.

João Carlos Pereira, neuer GC-Trainer.

GC visiert mit dem 55-jährigen Portugiesen ultimativ den Aufstieg in die Super League an.

Es hätte perfekt zu diesem wolkenlosen und sonnigen Sommertag gepasst, wenn Sky Sun ebenfalls da gewesen wäre. Doch der Präsident der Grasshoppers wurde auch drei Monate nach seiner Berufung noch immer nicht auf dem Campus in Niederhasli gesichtet. Wer gehofft hatte, beim Medientermin am Donnerstag sei es nun so weit, wurde von Sportchef Bernard Schuiteman vertröstet. «Sky Sun ist top motiviert, endlich vor Ort seine Arbeit aufzunehmen. Wir sind fieberhaft dabei, seinen Umzug von China nach Zürich vorzubereiten.»

Doch ohne Fleisch am Knochen verlief der gestrige Anlass dann doch nicht. Zuerst rief Schuiteman den Aufstieg in die Super League als ultimatives Ziel für die kommende Spielzeit aus, um sogleich jenen Mann zu präsentieren, der das schaffen soll: João Carlos Pereira. Dieser wird Chef eines siebenköpfigen Trainerstabs sein, dem auch der zuletzt als Interimstrainer arbeitende Zoltan Kadar angehört. Über die Vertragsdauer schwieg sich GC aus.

Schuiteman gab sich Mühe den Eindruck zu vermitteln, die Wahl von Pereira sei ihm nicht vom berühmten Agenten Jorge Mendes aufs Auge gedrückt worden. Dieser arbeitet bekanntlich eng mit Wolverhampton-Besitzer und Fosun-Gründer Guo Guangchang zusammen, dessen Ehefrau Jenny Wang wiederum die Eigentümerin von GC ist. «Vor meinem Entscheid für GC habe ich nicht mit Mendes gesprochen», beteuerte Pereira.

Der 55-Jährige ist seit 22 Jahren im Trainergeschäft. Nach diversen Klubs in Portugal arbeitete er kurz auf Zypern und während fünf Monaten bei Servette in der Super League, ehe er in der Aspire Academy in Katar sechs Jahren lang ein Projekt leitete, das lokale Spieler auf die Heim-WM 2022 vorbereitet.

Im November letzten Jahres übernahm er in seiner Heimat den Zweitligaklub Académica Coimbra und stand mit seinem Team auf Rang sieben, als das Coronavirus den Saisonabbruch erzwang. «Es brauchte keine Überzeugungsarbeit, damit ich GC zusagte», sagte Pereira. «Mit diesem Traditionsklub aufzusteigen, ist eine grossartige Herausforderung.»

Autor

Markus Brütsch

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