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Nach 12-Tore-Spektakel in Dortmund: In diesen Champions-League-Spielen schlug es ähnlich oft ein

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Sie hatten viel zu bejubeln: Die Spieler des BVB sorgten für einen neuen Rekord in der Champions League.

Sie hatten viel zu bejubeln: Die Spieler des BVB sorgten für einen neuen Rekord in der Champions League.

Keystone

Dortmunds Trainer Thomas Tuchel erlebte bereits in seiner ersten Champions-League-Saison Unglaubliches. «Keine Ahnung, ich habe so etwas auch noch nicht erlebt. Das ist schwer zu analysieren. Ich weiß nicht, ob man diesem Spiel mit diesem Ergebnis so sachlich begegnen kann. Aber ich kann heute auf jeden Fall wunderbar schlafen.» Mit diesen Worten versuchte der 43-Jährige, das Spiel zu beschreiben.

Doch Tuchel hat Recht, denn solch eine Torflut wie diejenige am Dienstagabend zwischen seiner Borussia und Legia Warschau ist in der Champions League ein Novum.

Eine Auswahl von Partien in der Königsklasse, in denen beinahe so viele Tore fielen: (Nur Spiele der Gruppen- sowie K.O.- Phase.)

11 Tore

AS Monaco - Deportivo La Coruña 8:3. Gruppenphase der Saison 2003/2004.

Bereits zur Pause stand es 5:2 aus Sicht der Monegassen. Stürmer Dado Pršo war schlussendlich für die Hälfte aller Tore von Monaco verantwortlich. Auch der Torwartwechsel von La Coruna zur zweiten Halbzeit konnte die Torflut nicht unterbrechen.

Dado Pršo konnte für Monaco gleich vier Mal einnetzen.

Dado Pršo konnte für Monaco gleich vier Mal einnetzen.

Keystone

10 Tore

Unter anderem:

FC Basel - Club Brugge KV 6:4. Achtelfinal der Saison 1973/1974.

Der höchste Basler Sieg in der Königsklasse ist bereits einige Zeit her. 1973 konnte der FCB zuhause die Belgier aus Brügge mit 6:4 besiegen und stiess erstmals in die Meistercup-Viertelfinals (heute Champions League) vor. Ottmar Hitzfeld konnte damals drei Tore erzielen.

Ottmar Hitzfeld (l.) in Aktion.

Ottmar Hitzfeld (l.) in Aktion.

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AFC Ajax - Omonia Nikosia 10:0. Achtelfinal der Saison 1979/1980.

Der höchste Zu-Null-Sieg in der K.O.- Phase der Champions League gelang Ajax Amsterdam. Zur Pause lag Nikosia nach einem Hattrick von Søren Lerby zwar erst 3:0 zurück, in der zweiten Hälfte hatten die Zyprer jedoch nicht den Hauch einer Chance.

Søren Lerby (r.), hier im Einsatz für Dänemark, war insgesamt für fünf Amsterdamer Treffer verantwortlich.

Søren Lerby (r.), hier im Einsatz für Dänemark, war insgesamt für fünf Amsterdamer Treffer verantwortlich.

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9 Tore

Unter anderem:

Rangers FC - Frankfurter SG 3:6. Halbfinal der Saison 1959/1960.

Die Partie zwischen Glasgow und Frankfurt ist bis heute der torreichste Halbfinal. Am Schluss hatten die deutschen Gäste die Nase vorn. Alfred Pfaff und Erich Meier auf Seiten Frankfurts und Ian McMillan von den Rangers traffen doppelt.

Alfred Pfaff, hier an der WM 1954 in der Schweiz für Deutschland im Einsatz, erzielte gegen die Rangers einen Doppelpack.

Alfred Pfaff, hier an der WM 1954 in der Schweiz für Deutschland im Einsatz, erzielte gegen die Rangers einen Doppelpack.

Keystone

Bayern München - Omonia Nikosia 9:0. Achtelfinal der Saison 1972/1973.

Die Champions League scheint nicht das beliebteste Pflaster von Omonia Nikosia zu sein. Mit einem Gesamtskore von 13:0 räumten die Bayern die bemitleidenswerten Zyprer aus dem Weg. Beim 9:0-Erfolg im Hinspiel im heimischen Olympiastadion traf Gerd Müller vierfach.

Gerd Müller (r.) trägt bis heute den Übernamen als «Bomber der Nation».

Gerd Müller (r.) trägt bis heute den Übernamen als «Bomber der Nation».

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8 Tore

Unter anderem:

Real Madrid - Malmö FF 8:0. Gruppenphase der Saison 2015/2016.

Die Partie wurde von zwei Spielern bestimmt: Karim Benzema erzielte die ersten beiden sowie den letzten treffer, Cristiano Ronaldo die Tore vom 3:0 zum 6:0, und dies innerhalb von 20 Minuten.

Benzema und Ronaldo waren für sieben der acht Treffer verantwortlich.

Benzema und Ronaldo waren für sieben der acht Treffer verantwortlich.

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Bayer Leverkusen - AS Roma 4:4. Gruppenphase der Saison 2015/2016.

Diese Partie war ihren Eintritt auf jeden fall wert: Zuerst legte Leverkusen dank einem Doppelpack von «Chicharito» 2:0 vor. Anschliessend der Einbruch: Die Roma kehrte das Spiel und lag zehn Minuten plötzlich mit 4:2 vorne. Doch damit nicht genug; Kampl und Mehmedi gleichen die Partie in den letzten sechs Minuten noch aus. Was für ein Spiel!

Admir Mehmedi schoss den vielumjubelten Ausgleich.

Admir Mehmedi schoss den vielumjubelten Ausgleich.

Keystone

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