Urdorf
Auf weitere zwei Jahre: EHC-Urdorf verlängert Vertrag mit Coach Niki Sirén

Der ambitionierte 3.-Liga-Eishockeyklub bindet den 44-jährigen Finnen bis 2023.

Ruedi Burkart
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Der Coach spricht: Niki Sirén bleibt weiter beim EHC Urdorf.

Der Coach spricht: Niki Sirén bleibt weiter beim EHC Urdorf.

Ruedi Burkart

Kontinuität in unsicheren Zeiten. Dies wollen die Verantwortlichen der «Stiere» unter anderem erreichen, indem sie Niki Sirén, den Coach der 1. Mannschaft, mit einem langfristi- gen Vertrag ausgestattet haben. «Wir freuen uns, dass Niki in unserem Verein bleibt», meldet EHCU-Vereinspräsident Daniel Bucher aus seinen Winterferien in Davos. Die Dauer des Kontrakts lässt aufhorchen. Für zwei weitere Jahre hat der ehemalige Profispieler Sirén kürzlich beim Verein von der Weihermatt unterschrieben. Bei einem etwaigen Aufstieg in die 2. Liga während dieser Zeit käme eine ausgehandelte Option auf eine weitere Saison zum Tragen. «Niki Sirén und der EHC Urdorf – das passt einfach», bringt es Bucher auf den Punkt. Sirén stiess im vergangenen Herbst zu den «Stieren», als der damalige Trainer Patrick Stach von einem Tag auf den anderen kurz vor dem Saisonstart seinen Abgang verkündete. Sirén coachte die Urdorfer vor dem corona­bedingten Saisonabbruch in vier Partien und holte mit ihnen vier Siege.

Die Spieler halten sich zurzeit zuhause fit

Angesprochen auf die Gründe, warum er gleich für zwei weitere Jahre mit einer Option auf ein drittes Jahr in Urdorf unterschrieben hat, meint Sirén: «Zuerst einmal gefällt es mir sehr gut im Klub, der EHCU ist ein vorbildlich geführter Sport­verein. Und dann habe ich eine Mannschaft, die mitzieht, die weiss, wofür sie trainiert. Na ja, wenn wir dann wieder trainieren dürfen.» Seit dem definitiven Saisonabbruch am 23. Dezember letzten Jahres hat er sein Team nie mehr vollzählig versammeln können – das Trainingsverbot lässt grüssen.

Auf Meetings via Social Media habe er bewusst verzichtet. Sirén schmunzelnd: «Ich habe die Jungs mit Absicht in Ruhe ­gelassen. Die sollen einmal ­herunterfahren.» Ganz ohne Training geht es natürlich nicht. «Die Spieler haben ein Programm erhalten mit Übungen, um fit zu bleiben. Wenn wir dann im Frühling wieder trainieren dürfen, legen wir voll los.»

Übernahm Sirén im vergangenen Herbst just vor dem Start in die 3.-Liga-Saison eine «fertige» Mannschaft, wird er heuer erstmals auch bei der Kaderzusammensetzung ein gewichtiges Wort mitreden können. Laut seinen Aussagen sind indes keine grundlegenden Änderungen zu erwarten. Der Trainer: «Wir gehen davon aus, dass die Mannschaft mehr oder weniger zusammenbleiben wird.» Auch Vereinspräsident Daniel Bucher erwartet keinen Umbruch im Team. Er sagt:

«Viele Abgänge werden wir nicht haben.»

Aber eventuell den einen oder anderen Zuzug, der die Mannschaft stärker machen wird? Für solche Fragen sei es jetzt noch zu früh, so Bucher weiter, eine gewisse positive Werbung für den EHC Urdorf nach dem Verbleib von Niki Sirén erhoffe er sich indes schon.

Auch andere Klubs machten Angebote

Auf die Frage, wie viel ihn der Deal mit dem ehemaligen Profispieler gekostet hat, verweigert der Vereinsboss freundlich, aber bestimmt die Aussage. Nur so viel sei verraten: Man habe sich schnell gefunden. «Aber über Vertragsdetails gebe ich grundsätzlich keine Auskunft», so Bucher. Immerhin lässt er sich entlocken, dass Sirén finanziell nicht besser fährt als bisher. «Wir haben hier in Urdorf ein interessantes Projekt gestartet, da möchte ich auch weiterhin mitarbeiten», sagt Sirén, und er beteuert, dass für ihn trotz Angeboten von anderen Klubs immer der EHC Urdorf an erster Stelle gestanden habe.

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