Feldschiessen

Stark: Zwei Regionale gehören zu den besten Schützen der Schweiz

Starke Pistolenschützen aus der Region.

Starke Pistolenschützen aus der Region.

Nur 19 Pistolenschützen in der ganzen Schweiz haben das Maximum von 180 Punkten erzielt. Zwei davon sind aus dem Limmattal: Gregor Forster aus Aesch und Markus Keller aus der Fahrweid.

Mit dem Höngger Marcel Geering hat ein weiterer Schütze aus dem Zürcher Bezirk makellos geschossen. Bei den Gewehrschützen über 300 Meter war der erst 25-jährige Michael Wirz von der Schützengesellschaft Unterengstringen mit 70 von 72 Punkten der treffsicherste Zürcher.

Insgesamt haben über das Wochenende über 120 000 Schützinnen und Schützen teilgenommen. Die in den letzten Jahren rückläufige Tendenz konnte nicht aufgehalten werden. Mit rund acht Prozent Minderbeteiligung gab es sogar ein ganz empfindlicher Rückschlag.

Im Kanton Zürich hingegen konnte die Beteiligung gegenüber dem letzten Jahr nahezu gehalten werden. Bei den Gewehrschützen nahmen 9684 (-289) und in der Sparte Pistole 4273 (-22) teil.

Gutes Zeichen

Ganz unerwartet kommt die neuerliche Abnahme nicht. Sie ist vor allem der Auswirkung der laufenden Reduktion der Armeebestände, den frühzeitigen Wehrmännerentlassungen und demzufolge der Abnahme der Halter von persönlichen Waffen zuzuschreiben, was den Schützenvereinen auch merklich zu schaffen macht. Hier und dort dürfte es auch etwas an der Öffentlichkeitsarbeit gefehlt haben.

Insbesondere die Werbung (Plakataushang oder Kartenauflage) liess viele Wünsche offen. Schliesslich war es auch nicht unbedingt «Feldschiessenwetter». Nach den langen Regen- und Kälteperioden zog es die Leute über das Wochenende in die Natur und vor allem in die Badeanstalten.

Dennoch war das sogenannte grösste Schützenfest der Welt wiederum eine beeindruckende Demonstration der Verbundenheit zwischen Militär, Schützenvereinen und Bevölkerung. Im Kanton Zürich hat sich die Ausweitung auf zusätzliche Schiesstage zweifellos zusagend ausgewirkt, auch wenn der organisatorische Aufwand merklich grösser war.

Es ist ein gutes Zeichen, dass weiterhin eine derart grosse Teilnehmerzahl aus allen Schichten unserer Bevölkerung an diesem Anlass immer wieder miterlebt, dass ein guter Gemeinschaftssinn vorherrscht und mit der Teilnahme am Feldschiessen bekundet wird, dass ihnen der Staat und das Gemeinwesen mit seinen gelebten Traditionen etwas bedeutet.

Ordnung und Disziplin

An der traditionellen Inspektionsrundfahrt am Samstag durch die Bezirke Bülach, Dielsdorf, Andelfingen und Winterthur, welche im Auftrag des Zürcher Schiesssportverbandes (ZHSV) von den beiden Feldchefinnen Regula Kuhn (Gewehr 300m) und Marion Bächtold (Pistole 25/50m) organisiert wurde, konnten sich wiederum zahlreiche Gäste von den einwandfreien Organisationen, dem diszipliniertem Verhalten der Feldschützinnen und -Schützen sowie den tadellosen Leistungen der Funktionäre auf den Schiessplätzen überzeugen.

Neben dem Kommandanten der Schweizer Luftwaffe, KKdt Aldo C. Schellenberg, Kantonsratspräsidentin Theresia Weber (Uetikon a.S.) und Katrin Stucki (Chefin Schiesswesen ausser Dienst in der Abteilung SAT (Schiesswesen und ausserdienstliche Tätigkeiten), verfolgten zahlreiche weitere hohe militärische Gäste sowie Vertreter von verbands- und zivilen Behörden die Tätigkeiten in den Schiessständen. Für die Feldchefin Regula Kuhn waren sowohl die präzisen Serienkommandos als auch die strikte Einhaltung der Vorschriften im Bereich Sicherheit besonders auffallend.

Treffsichere Gäste

Verschiedene Rundfahrtteilnehmer waren gleich zweimal kranzgeschmückt (Gewehr und Pistole). Dazu gehörten KKdt Aldo C. Schellenberg (Kommandant Luftwaffe), Katrin Stucki (Chefin Schiesswesen),Oberst Thomas Bär (Amtschef AMZ), Oberst Bernhard Fuchs (Eidg. Schiessoffizier) und Oberst Daniel Bosshard (Kreiskommandant). Daneben konnten sich die beiden Kantonräte Christian Müller (Sünikon) und Daniel Schwab (Zürich) welche das Gewehr-Programm während der Inspektionsrundfahrt absolvierten, den begehrten Kranz anheften lassen.

Wehntaler Jugend im Schiesstand

Ein erfreuliches Bild zeigte sich am Freitagabend auf dem Schiessplatz Steinmaur-Sünikon als sich eine ganze Reihe Jugendlicher (bis 16jährig) zur Teilnahme einschrieben. Sie kamen aus der Wehntaler Nachwuchsabteilung, welche von Michael Merki (Präsident) und Lukas Perren (beide Schiessverein Schöfflisdorf) geführt und begleitet wird.

Damit hält man erfolgreich dagegen, dass die Teilnehmerzahlen bei den Jungschützen stetig rückläufig sind. Die Zürcher Unterländer zeigten ein Beispiel, welches im Bereich Nachwuchswesen für das 300-m-Schiessen unbedingt zur Nachahmung zu empfehlen wäre.

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