Kommentar

FC Zürich: Wegleitung für die Zukunft

Der Pokal steht einsam vor der Südkurve.

Der Pokal steht einsam vor der Südkurve.

Der Cupsieg ist für den FCZ ein Trostpflaster. Mehr darf es nach dieser Horrorsaison und dem Abstieg auch nicht sein. Trostpflaster bedeutet: direkte Qualifikation für die Europa League und damit gut 2,5 Millionen Franken Prämien.

Der Cupsieg kann im Kampf um den Wiederaufstieg eine wertvolle Erinnerung werden. Nämlich, dass der FCZ fähig ist, unter widrigen Bedingungen zu gewinnen. Die Leistung gestern war nicht überragend, aber die Spieler verdienen Respekt. Auch, wie sie ihren Jubel zu kanalisieren wussten.

Die Feier war wohl die traurigste und skurrilste der Schweizer Fussballgeschichte. Wie aber weiter nun? FCZ-Trainer Uli Forte hat in seiner ersten Reaktion nach dem Cupsieg davon gesprochen, wie gerne er in der Meisterschaft noch einige Spiele mehr gehabt hätte. Nun sollte er sich der Herausforderung Wiederaufstieg stellen und weiterhin Verantwortung übernehmen.

Dass auch Ancillo Canepa seine Verantwortung wahrnehmen und den FCZ weiter präsidieren will, kann für den Verein unter Umständen gut sein. Dann nämlich, wenn Canepa die sportlichen Entscheide künftig einem Fachmann überlässt. Er und seine Frau mussten in den letzten Tagen viel Kritik einstecken. Zu Recht, weil sie in sportlicher Hinsicht jahrelang versagt haben. Nicht gefallen lassen müssen sie sich allerdings Wortmeldungen weit unter der Gürtellinie, die in Richtung Drohungen gehen.

Rücktritt ausgeschlossen: Anchillo Canepa will FCZ-Präsident bleiben

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Bleibt alles beim alten? FCZ-Präsident Anchillo Canepa schliesst einen Rücktritt aus. Zwei Tage nach dem Ausscheiden aus der Superleague gibt sich der umstrittene Boss des FC Zürich kämpferisch.

Ist ein neuer Sportchef gefunden, gilt es, die Mannschaft umzubauen. Der FCZ darf sein Tafelsilber jetzt nicht verscherbeln. Er muss alles versuchen, dass die wenigen verbliebenen Identifikationsfiguren und jungen Hoffnungsträger (Buff, Schönbächler, Nef, Bua, Grgic) bleiben. Gleichzeitig müssen jene Spieler aussortiert werden, die dem Abstiegskampf mental nicht gewachsen waren – und davon gibt es einige. Es könnte ein teurer Weg werden. Aber einer, der den Verein gründlich reinigt.

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