Leichtathletik

Mujinga Kambundji Fünfte und 4 Weltbestleistungen bei «Weltklasse»

Mujinga Kambundji war auch mit Platz 5 in Zürich zufrieden

Mujinga Kambundji war auch mit Platz 5 in Zürich zufrieden

25'000 Zuschauer im ausverkauften Zürcher Letzigrund tragen Mujinga Kambundji im 200-m-Rennen des Meetings «Weltklasse» nicht aufs Podest. Die Schweizer Rekordhalterin läuft auf Platz 5.

Die Schweizer Rekordzeit von 22,26 Sekunden, die sie letzte Woche an den Landesmeisterschaften aufgestellt hatte, verpasste Kambundji um 32 Hundertstel. Enttäuscht war Mujinga Kambundji darob nicht: "Es war ein cooles Rennen, es hat 'gfägt'. Ich dachte mir, dass es schwierig würde, die Zeit von letzter Woche zu wiederholen." Hätte Kambundji die Rekordzeit egalisiert, wäre sie in Zürich aufs Podest gekommen (3.). Das Rennen dominierte Shaunae Miller-Uibo von den Bahamas. Die 400-m-Olympiasiegerin siegte in 21,74 Sekunden und stellte damit eine Jahresweltbestzeit auf.

Für das Highlight des Abends sorgten die 400-m-Hürdenläufer. Der 23-jährige Norweger Karsten Warholm stellte in 46,92 Sekunden einen Europarekord auf und lief die zweitschnellste je gelaufene Zeit. Der Weltmeister aus Norwegen verwies den Amerikaner Rai Benjamin um sechs Hundertstel auf Platz 2. Zwei Läufer unter 47 Sekunden hatte es zuvor noch nie in einem Langstrecken-Hürdenrennen gegeben. Zum Weltrekord von Kevin Young (USA) fehlen Warholm noch 14 Hundertstel. Kariem Hussein wird in 50,04 Sekunden Letzter.

Schnellster Mann des Weltklasse-Meetings war der Amerikaner Noah Lyles. Der 22-Jährige siegte über 100 m bei leichtem Gegenwind in 9,98 Sekunden. Nicht auf Touren kam Justin Gatlin, der Weltmeister von 2017, der sich mit Platz 4 begnügen musste. Alex Wilson blieb im hochkarätigen Feld in 10,40 Sekunden der 9. (und letzte) Platz.

Für weitere Jahresweltbestleistungen neben Miller-Uibo und Warholm sorgten die chinesische Kugelstösserin Gong Lijao (20,31 m) und Weitspringer Juan Miguel Echevarria (Kuba/8,65 m).

Und die weiteren Schweizer? Die 400-m-Hürdenläuferin Léa Sprunger kam wie Kambundji auf Platz 5, obwohl sie sich eine bessere Zeit erhofft hatte. Der Langstreckenläufer Julien Wanders verlor als 14. über 5000 m 48 Sekunden auf den Sieger Joshua Cheptegei aus Uganda.

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