U21 EM
Schweizer Fussball-Nachwuchs gehört doch nicht zur Weltspitze – hat aber Respekt verdient

Nach dem 0:3 gegen Portugal ist die U21-Nationalmannschaft an der EM-Endrunde ausgeschieden. Sie gehört halt eben doch nicht zur absoluten Weltspitze. Trotzdem hat sie sich ein Kompliment verdient.

Raphael Gutzwiller
Raphael Gutzwiller
Drucken
Teilen
Enttäuschung bei Toni Domgjoni (links) und Kevin Rüegg.

Enttäuschung bei Toni Domgjoni (links) und Kevin Rüegg.

Freshfocus

Die Europameisterschaft ist für das Schweizer U21-Nationalteam schon nach drei Gruppenspielen zu Ende. In der letzten Partie ist Portugal mindestens eine Nummer zu gross. Das Weiterkommen in dieser Hammergruppe wäre dennoch möglich gewesen. Nach dem Schlusspfiff überwiegt der Ärger darüber, dass das Schweizer U21-Team gegen ein schlagbares Kroatien das zweite Gruppenspiel enttäuschend verloren hat.

Der Schritt in die K.o.-Runde dieser Europameisterschaft wäre einem grossen Signal für den Schweizer Fussball gleichgekommen. Vor zehn Jahren hat zum letzten Mal ein Schweizer Nachwuchsteam für Furore gesorgt, als die U21 in den EM-Final vorstiess.

Es war der Abschluss erfolgreicher Jahre: 2002 ist die U17 Europameister geworden, 2004 die U21 im EM-Halbfinal gestanden und 2009 die U17 Weltmeister geworden. Seither hatten sich die Schweizer aber nicht mehr für Endrunden qualifiziert.

Trotzdem ein grosses Kompliment für die U21-Nati

Auch wenn es im Moment der Niederlage schwer erscheint: Diesem U21-Nationalteam gebührt ein grosses Kompliment: Für eine fantastische Qualifikation mit neun Siegen in zehn Partien und für einen begeisternden Sieg an der EM-Endrunde gegen das grosse England. Die U21-Nationalmannschaft hat gezeigt, dass die Lücke zur Weltspitze für den Schweizer Nachwuchs kleiner geworden ist. Den Beweis, dass die Schweizer Talente selbst wieder zur Weltspitze gehört, haben sie aber nicht erbracht.

Dennoch: Dem U21-Team gebührt Respekt. Jordan Lotomba, Alexandre Jankewitz und Mauro Lustrinelli nach dem Sieg gegen England.

Dennoch: Dem U21-Team gebührt Respekt. Jordan Lotomba, Alexandre Jankewitz und Mauro Lustrinelli nach dem Sieg gegen England.

Peter Klaunzer

Aktuelle Nachrichten