Infantino hält sich bei Sanktionen gegen Super-League-Klubs zurück

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat sich in Bezug auf eine mögliche Bestrafung der drei verbliebenen potenziellen Super-League-Klubs, Real Madrid, FC Barcelona und Juventus Turin, bedeckt gehalten.

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Gianni Infantino am 45. ordentlichen UEFA Kongress in Montreux im April.

Gianni Infantino am 45. ordentlichen UEFA Kongress in Montreux im April.

Richard Juilliart / Uefa Handout / EPA

Der Schweizer machte zwar nochmals klar, dass der Weltverband FIFA und er persönlich die Europäische Fußball-Union (UEFA) und deren Präsident Aleksander Ceferin gegen die Super-League-Pläne unterstütze, «allerdings müsse man genau über die nächsten Schritte nachdenken», so Infantino in einem Interview mit der spanischen Sporttageszeitung AS.

Das sei eine «komplexe Affäre» und reiche über einen singulären Wettbewerb hinaus, «es geht um das gesamte globale Fußball-Finanzsystem. Für mögliche Sanktionen gibt es unabhängige und kompetente Gremien, die analysieren müssen, was zu tun ist. Aus Respekt dazu will ich mich nicht weiter äußern.»

Gleichzeitig könne er Sanktionen auf nationalem, kontinentalem oder Welt-Level nicht ausschließen. Die Klubs müssen sich über Konsequenzen im Klaren sein, sollten sie gewillt sein, aus den bisherigen Fußball-Strukturen auszuscheren. Infantino: «Das ist offensichtlich, und ich bin sicher, sie wissen das.»

Am Freitag hatte die UEFA angekündigt, gegen Real, Barca und Juve, die sich laut einer Mitteilung vom Freitagabend «bisher geweigert haben, der so genannten Super League abzuschwören», disziplinarisch vorgehen zu wollen. Das Trio bezeichnete die UEFA-Ankündigungen am Samstag als «inakzeptable Drohungen».

Die anderen neun der insgesamt zwölf ursprünglichen Super-League-Klubs werden hingegen von der UEFA wieder integriert. Sie sollen bei der UEFA eine Verpflichtungserklärung hinsichtlich der UEFA- und nationalen Klubwettbewerbe abgegeben haben.

Diese Klubs werden allerdings insgesamt 15 Millionen Euro für die Förderung des Jugend- und Breitenfußballs spenden und verpflichteten sich unter anderem zur Zahlung von 100 Millionen Euro, sollten sie in Zukunft «versuchen, an einem nicht genehmigten Wettbewerb teilzunehmen».

dpa

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