Handball
Fortitudo Gossau kehrt auf die Siegerstrasse zurück

Fortitudo Gossau gewinnt gegen Biel in der NLB mit 30:27 (15:12) und verbessert sich damit auf den vierten Rang.

Sarina Bischoff
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Der Gossauer Kevin Lind überzeugte gegen Biel auf ganzer Linie.

Der Gossauer Kevin Lind überzeugte gegen Biel auf ganzer Linie.

Bild: Michel Canonica

Nach vier Spielen ohne Sieg gelang es Fortitudo Gossau mit dem 30:27-Sieg gegen den Tabellenletzten Biel diese Serie zu durchbrechen. Dies jedoch ohne zu glänzen. Biel, das in der ganzen Saison bisher lediglich fünf Punkte erspielen konnte, zwei davon beim Sieg gegen Gossau in der Hinrunde, wurde für die Fürstenländer erneut fast zum Stolperstein. Dies nicht wegen einer sehr guten Leistung der Berner Gäste, sondern vielmehr wegen der mangelhaften Leistung des Heimteams.

Die Gossauer fanden während 60 Minuten nie richtig in die Partie, agierten sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung zu wenig konsequent und zu statisch. In der Abwehr fehlten die Aggressivität sowie die Agilität, um auch einen Schritt in Richtung des Gegners zu machen. Biel nutzte diese Passivität aus und kam zu einfachen Treffern aus dem Rückraum. «Dadurch, dass wir es nicht schafften, einen Vorsprung von drei oder vier Toren weiter auszubauen und die Bieler wieder aufschliessen liessen, wurden sie immer selbstbewusster», sagte Kevin Lind nach dem Spiel. Auch in der Offensive klappte wenig. Kaum einmal kamen die Gossauer zu einem schön herausgespielten Treffer. Hinzu kam, dass sie zu viele Chancen vor dem Tor vergaben.

Lind mit elf Toren

Aufgrund der Defizite in der Defensive und im Angriff vermochten sich die Fürstenländer über die gesamte Partie hinweg nie entscheidend abzusetzen. Einzig kurz nach der Pause, als sie beim 17:12 ein einziges Mal mit fünf Toren führten, kam etwas Hoffnung auf, dass die zweite Halbzeit besser werden würde. Doch dafür schienen die Ostschweizer am Samstag nicht bereit. «Es ist im Kopf schwer, wenn das Saisonziel schon zur Hälfte der Meisterschaft erreicht ist und es nun in den letzten Spielen um nichts mehr geht», sagte Lind, dessen elf Tore massgeblich dazu beitrugen, dass seine Mannschaft doch noch als Sieger vom Feld ging. So waren, wie Lind resümierte, die zwei Punkte dann auch «das einzig Positive» des Spiels.

Telegramm:

Fortitudo Gossau – Biel 30:27 (15:12)
Buechenwald, 150 Zuschauer – Sr. Baumann/Nasseri-Rad.
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Gossau und 3-mal 2 Minuten und direkte Disqualifikation (Tymoleusz 58.) gegen Biel.
Gossau: Halter (9 Paraden) /Busa (6 Paraden); Linde (1), Ham (6), Inauen (1/1), Bischofberger (1), Schiller, Bucher (2), Mosimann, Bamert (1), Knauth, Buchegger, Schneider (4), Zeller (2), Jan Brülisauer (1), Lind (11/6).
Bemerkungen: Verhältnis verschossener Penaltys 2:2; Gossau ohne Kindler (verletzt).