Gute Ansätze bringen HC Thurgau noch keinen Erfolg

Eishockey Nach einem ausgezeichnetem Start verliert der HC Thurgau sein zweites Meisterschaftsspiel der Swiss League in Kloten mit 2:5.

Thomas Werner
Drucken
Teilen
Trotz guten Ansätzen verliert der HC Thurgau in Kloten mit 2:5. (Bild: Keystone)

Trotz guten Ansätzen verliert der HC Thurgau in Kloten mit 2:5. (Bild: Keystone)

«Krass, dieser Unterschied.» Damit zielte ein Klotener Zuschauer in der ersten Drittelspause nicht auf den Vergleich der Teams aus dem Zürcher Unterland und dem Thurgau, sondern auf das deutlich tiefere Spielniveau in der zweithöchsten Spielklasse. Daran müssen sich die heimischen Zuschauer in der Swiss Arena zuerst gewöhnen. Während den letzten 56 Jahre kamen die Besucher der Klotener Kunsteisbahn (und später Eishalle) in den Genuss von Eishockeykost der Schweizer Eliteliga – auch wenn diese in der vergangenen Saison meist von den Gastteams serviert wurde.

Zumindest darin bestand im Startdrittel gegen Thurgau keine Differenz zur Vorsaison. Auch jetzt zeigte der Gast das bessere Eishockey. Nach kurzer Startnervosität, fand die Mannschaft von Stephan Mair ihre Linie. Wie vom Trainer gefordert, übernahmen dabei die dritte und vierte Linie Verantwortung. Ihre Druckphasen führten zu guten Abschlussmöglichkeiten. Aber weder Eric Arnold noch Gianluca Zanzi reüssierten. Besser machte es die Topformation: Kenneth Ryan erzielte auf Vorarbeit von Cody Wydo den Thurgauer Führungstreffer.

Kurze starke Phase des NLA-Absteigers

Sichtlich gereizt erhöhten die Klotener nun das Tempo, ohne allerdings damit Thurgaus Goalie Nicola Aeberhard vorerst gross in Bedrängnis zu bringen. Im Gegenteil, Adam Rundqvist, Arnold und Melvin Merola hatten zu Beginn des Mitteldrittels beste Chancen, Thurgaus Vorsprung zu erhöhen. Die Wende kam zur Spielmitte. Mit drei Toren innert knapp acht Minuten (28., 30. und 36.) führte Klotens Topformation um Ryan MacMurchy den NLA-Absteiger auf die Erfolgsspur.

Auf Klotens zweiten Powerplaytreffer - nach lediglich 26 Sekunden im Schlussdrittel – fand Lars Frei mit seinem Treffer zum 4:2 noch eine Antwort. Seine Mannschaft konnte die Partie nun wieder ausgeglichener gestalten, der Umschwung gelang dem HC Thurgau allerdings nicht mehr.

Die Thurgauer zeigten zu Spielbeginn, dass die Mannschaft das Potenzial hat, den Abgang der beiden ersten Sturmlinien spielerisch weitgehend zu kompensieren. Bleibt die Frage, wie lange sie dazu brauchen. Und, wie rasch die Effizienz im Abschluss gesteigert werden kann. Trainer Mair muss verhindern dass sich eine Verlierermentalität einschleicht. Inklusive Vorbereitung haben die Thurgauer nun neun von zehn Spielen verloren.

Aktuelle Nachrichten